Der Stadt-Land-Graben wird immer grösser

Kürzlich kommentierte Nathan Solothurnmann in einem Leserbrief die Ablehnung der Vorlagen «Bern erneuerbar» unter anderem mit folgenden Worten:

«Ich – als Stadtberner – habe keine Lust mehr, diese reaktionäre ewiggestrige Politik zu ertragen. Ich plädiere für eine Aufspaltung des Kantons in «Bern Stadt» und «Bern Land». Sollen die verstockten Hinterwäldler ruhig sitzen bleiben in ihrer selbstzerstörerischen Lethargie. Sollen sie ruhig weiter die hohle Hand machen und der ganzen Schweiz dank nationalem Finanzausgleich auf dem Buckel sitzen. Sollen sie sich selber abmühen mit schlecht integrierten, arbeitslosen Jugendlichen, die wegen Sparmassnahmen in Bildung und fehlender Jugendarbeit die teuren Gefängnisse füllen. Sollen sie sich selber rumschlagen mit serbelnden KMUs. Sollen sie sich ihre Erdrutschverbauungen selber finanzieren, die wegen dem Klimawandel wohl bald jeden Hubel verschandeln werden. Ich will dort leben, wo der Staat fürs Gesamtwohl seiner Bürger sorgt, anstatt an ein paar Hausbesitzern und Autofahrern einen Vorteil vor zu heucheln.»

Dieser Kommentar sagt mehr als Tausend Worte. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit pochen die «Lieben und Netten» auf Anstand. Wo sind hier der Respekt und die Toleranz geblieben? Übrigens: Hinterwäldler sind leistungswillige und eigenverantwortliche Bürgerinnen und Bürger, die nicht bei jeder Schwierigkeit oder Anstrengung nach dem Staat rufen. Zum Glück gibt es in der Schweiz noch viele davon.

Kilian Wyssen

Präsident SVP-Sektion St. Stephan

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Erstellt:
21.03.2013, 00:00 Uhr
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