Zur Begrenzungsinitiative

Es ist nicht Zeit, um Experimente zu machen!

Von Anne Speiser

Da stimme ich Mathias Siegenthaler zu, aber nur mit diesem einen Satz. Ein Land, das seine Zuwanderung selber bestimmen will, ist das einzig Richtige. Viele Länder machen das schon lange und das mit Erfolg. Als Folge der Corona-Krise befassen sich inzwischen Österreich und Frankreich konkret mit diesem Thema. Der Inländervorrang ist also per se nicht abwegig und wird in der EU künftig für einige interne Diskussionen und Herausforderungen sorgen. Da werden sich die EU-Länder einmal mehr sicher nicht einig sein. On verra!

Die Zuwanderung regulieren wollen hat nichts mit Wirtschaftskiller zu tun, sondern mit Verantwortung gegenüber der eigenen Landesbevölkerung. Und schon gar nicht hat es mit Rassismus zu tun.

Die aktuelle Krise, die unsere Wirtschaft voll trifft, wirkt sich bereits auf höhere Arbeitslosenzahlen aus. Viele Arbeitnehmende sind noch in Kurzarbeit. Wie sich diese Situation auf die Arbeitslosenzahl in den nächsten Monaten auswirken wird, ist mehr als unsicher. Unsere Zukunft ist ungewiss. Die Einwanderung je nach Bedarf von Fachkräften zu regulieren wäre eigentlich eine logische und zu erwartende Haltung der Regierung.

Tatsache ist, dass rund 45 Prozent der bisherigen Zuwanderungen auf Familiennachzug, nicht bestimmbare Berufe, Aus- und Weiterbildung und ohne Erwerbstätigkeit fallen.

Die Corona-Krise reisst schon nur im Kanton Bern ein Defizit von über 600 Millionen in die Kantonskasse. Die Arbeitslosigkeit für ältere wie für junge Arbeitnehmer steigt weiter an. Die angeschlagene Wirtschaft wird Zeit brauchen, um sich zu erholen. Die hohe Verschuldung der Schweiz birgt schwerwiegende Folgen für unser Land. Ein weiterer Bevölkerungszuwachs von einer Million Menschen in der Schweiz, so wie es seit 2007 der Fall war, würde folgendes bedeuten:

Eine Million mehr Menschen in der Schweiz bedeutet 57000 überbaute Fussballfelder (mehr Fläche als der Kanton SH), 454000 neue Wohnungen, 541000 Personenwagen, 11,34 Milliarden zusätzlich zurückgelegte Strassenkilometer, 59 Milliarden Liter Trinkwasser und zwei Milliarden Kilowattstunden Strom.

Das kann nicht das Ziel sein für unsere Zukunft. Deshalb ein JA zur massvollen Zuwanderung. ,

Grossrätin Zweisimmen

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Erstellt:
27.08.2020, 00:00 Uhr
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