Tipilärm?
Liebe lärmgeplagte Feriengäste, natürlich entstehen in einem Kurort Geräusche. Ich habe Verständnis, dass man sich davon belästigt fühlen kann. Aber ich finde es etwas einfach, einem Betreiber eines gut gehenden Lokals sämtliche Schuld in die Schuhe zu schieben. Die Lenk bietet dem Gast eine riesige Infrastruktur, die finanziert werden muss. Die Bahnen, Hotels, Restaurants und anderen Gewerbetreibenden sind darauf angewiesen, während der kurzen Hauptsaison so viele Gäste wie möglich zu bewirten, zu beherbergen oder zu befördern und damit einen möglichst grossen Umsatz und somit auch Gewinn zu erwirtschaften.
Es ist nicht das Tipi, das Lärm verursacht. Das sind viele, meist junge Menschen, vielleicht im Alter der Kinder oder Enkel der erzürnten Leserbriefschreiber. Meiner Meinung nach ist der Tipibetreiber weder dafür verantwortlich noch in der Lage diese Menschen zu erziehen. Das hätten die gesetzlichen Vertreter der Lärmenden tun sollen. Ins gleiche Kapitel gehört auch diese Feststellung: liebe(r) Dr. Andrea Lindinger, ich finde es frech, respektlos und unfair, Hans Neuenschwander zu verdächtigen, der Tipi AG Vorteile einzuräumen.
Ausserdem finde ich es recht blauäugig, in der Altjahrswoche in einen Kurort zu fahren und anzunehmen, dass dort ab 20 Uhr Totenstille herrscht. Zwischen Weihnacht und Anfang Januar gehen nun mal nicht alle Leute schon um 22 Uhr ins Bett.
Ich appelliere an die Ruhesuchenden, sich mit den Lärm Verursachenden an irer Lebensfreude zu freuen. Und nicht weniger möchte ich die Nachtschwärmer bitten, Rücksicht auf die Leute zu nehmen, die gerne schlafen würden. Singt eure Songs in den Lokalen und verhaltet euch auf der Strasse wie man es erwarten darf. Heinz Hirschi, Lenk