Zum Leserbrief von O. Stucki zur «Sommerau»

Von Harald Eschler

Lieber Herr Stucki. Sie haben mit Ihrem Leserbrief vom 31. Mai 2018 nicht nur die Familie Fritz Gobeli beleidigt. Sie haben sich auch in unsere Familienangelegenheiten eingemischt. Dazu bin ich völlig gleicher Meinung wie Lorenz Gobeli, dass Sie Ihrer Familie mit diesem Leserbrief mehr geschadet als gedient haben. Es geht hier nicht um Meisterlandwirt oder um 15-jährige Berufserfahrung, sondern es geht vielmehr um Demokratie und dessen Werte! An der Gemeindeversammlung vom November 2016 hat der Gemeinderat einen Kriterienkatalog vorgestellt, nach welchen Kriterien der neue Pächter der Liegenschaft «Sommerau» ausgewählt würde. Übrigens wurde dieser Kriterienkatalog von der Gemeindeversammlung einstimmig angenommen. Es sollte sogar für biologischen Landbau Punkte vergeben werden und im Nachhinein behauptet der Gemeinderat, dass das Heimwesen «Sommerau» nicht biologisch bewirtschaftet werden könnte, nur weil ihr Wunschkandidat nicht biologisch bewirtschaften will! Solche Widersprüche leistet sich die Gemeindeverwaltung Boltigen in letzter Zeit sehr oft. Eine Tatsache, die für mich auf längere Zeit nicht mehr tragbar ist.

Zum Glück hat mein Sohn Daniel diesen Entscheid nicht akzeptiert. Wenn sich in der Schweizer Geschichte nie jemand gewehrt hätte, würde das Schweizervolk noch heute unter Gesslers Tyrannen leiden!

Auch ich wünsche der zukünftigen Pächterfamilie der «Sommerau» alles Gute für die Zukunft. , Boltigen

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Erstellt:
14.06.2018, 00:00 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 39sec
Kommentare
Lorenz Gobeli 14.06.201819:31 Uhr

Harald Eschler bringt es für mich auf den Punkt, wenn wir die Demokratie und der Volkswillen missachten dan sind wir zurück in der Diktatur bei Gesslers Zeiten! Boltigen scheint immer noch nicht begriffen zuhaben und einige Leserbriefverfasser auch nicht, dass wir im 21 Jahrhundert angekommen sind. Es lebe die Demokratie und die Gerechtigkeit. Longue vie Boltigen et longue vie la "Sommerau ".