Zur Schliessung der Poststelle in Erlenbach

Langsam wird es schwierig und mühsam in der Region Simmental. Im Frühling wurden wir durch die SP-Regierungspräsidentin Barbara Egger und den SP Regierungsrat Philippe Perrenoud in Sachen Spitalversorgung zur Zweitklassbevölkerung abgestempelt durch das neue Spitalkonzept von Zweisimmen.

Nun fällt die SP-lastige Post CH AG den Entscheid, die Poststelle Erlenbach zu schliessen. So werden wir auch noch in der Postversorgung zur Zweitklassbevölkerung degradiert. Es muss in SP-Kreisen in Bundesbern wahrscheinlich ein besonderes Vergnügen sein, wenn man Randregionen entmünden, entmutigen und schikanieren kann.

Auf dem Tränendrüsendrückerbrief, den die Post an alle Einwohner von Erlenbach sandte, lautet die Begründung zur Poststellenschliessung, dass sich die Lebens- und Kundengewohnheiten in Erlenbach geändert haben und infolge der Elektronik die Post immer weniger benützt werde.

Dies ist wohl nicht nur in Erlenbach so. Dies betrifft auch die Städte und Agglomerationen. Warum werden dort nicht einige Poststellen geschlossen. Dort haben die Einwohner noch die Möglichkeit, per Tram oder Bus in kurzer Zeit zur nächst gelegenen Poststelle zu fahren. Dies ist im Simmental nicht so einfach. Zudem haben die Postgewaltigen anlässlich der Poststellenschliessung in Därstetten und Oberwil versprochen, dass die Poststelle in Erlenbach auf jeden Fall erhalten bleibe. Und nun, wo bleibt die Versprechenseinhaltung der hohen Post CH AG? Nirgends!

Am 18. Oktober 2015 stehen die National- und Ständeratswahlen an. Wollen wir ins eidgenössische Parlament SP-Vertreter wählen, die tatkräftig mithelfen, in den Randregionen den Service public abzubauen.

Es gibt einen ganz guten Wahlspruch, der da heisst: «Nur die allergrössten Kälber wählen ihre Henker selber»!

Das sagt, glaube ich, genug. Bernhard Gerber-Muster,

Erlenbach

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Erstellt:
10.09.2015, 00:00 Uhr
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