Gelungener Valiant-Anlass in hölzernem Ambiente
Am heissesten Tag des Jahres 2009 begab sich die Zweisimmer Valiant-Bank auf den Holzweg. Dort traf sie den Nagel auf den Kopf.
Virtuos spielte das Schwesterduo Kristina und Eveline Brunner.
Dies am letzten Donnerstag Abend in der Zimmerei Chaletbau Schletti AG. Dort, wo sonst der Sägestaub fällt oder die Hobelspäne fliegen. «Wir brauchten zwei Tage, bis wir die grosse Halle für den besonderen Anlass bereit hatten», meinte Stefan Schletti, Junior-Chef der über hundertjährigen Zimmerei Schletti, welche vor bald drei Jahren in eine Aktiengesellschaft überführt wurde und seither von ihm geleitet wird.
« Us Liebi zum Holz und die vo hie»
Der Sägestaub war weg, aber der Holzgeschmack blieb. In diesem Ambiente hiess Werner Ziörjen, Bankleiter Zweisimmen, die rund 80 eingeladenen Gäste willkommen: «Zwischen bordeaurot bis lilablau liegt ein gewaltiges Farbenspektrum. Auch zwischen OVB und Valiant. Vor sechs Monaten zählten wir uns noch zur fünftkleinsten Regionalbank der Schweiz und heute sind wir Teil der Grössten. Dies freut uns, dies motiviert uns, um Ihnen heute Abend die Valiant in einem etwas andern Ambiente vorzustellen.» Werner Ziörjen dankte der Firma Schletti für die Gastfreundschaft und gratulierte ihr zur Erweiterung und dem Neubau. Darin wurde auch ein wahres Bijou, der neue Ausstellungsraum, eingerichtet. Aus seinen weiteren Worten zur Erfolgsgeschichte Zimmerei Schletti ging hervor, dass diese ihr Motto: «Aus Liebe zum Holz» wirklich lebt. Genau so wie die Valiant mit dem Motto «die vo hie» – um dann wieder auf die eigene Valiant-Bank zurückzukommen. «Es finden gegenwärtig viele Einzelgespräche mit Kunden statt. Viele wurden schon kontaktiert, andere werden noch folgen. Es liegt uns viel daran, dass alle bisherigen Kunden der OVB den Weg zur Valiant finden und sich sehr rasch so fühlen, als hätte es die OVB nie gegeben. Wir arbeiten an dieser Zielsetzung.»
Kompetenzen vor Ort ergibt eine Win-Win-Situation
Für Michael Bauer, Regionenleiter Bern-Land und Freiburg der Valiant Bank, ist die OVB ein Glücksfall: «Die Valiant ist eine Verfechterin der Kompetenzen vor Ort. Denn unsere Mitarbeiter von hier kennen die Kunden in diesem Tal bestens. Die Valiant geht davon aus, dass rund 95 von 100 Kreditgeschäften, so wie bisher weitergeführt werden können, denn auch die OVB hatte dazu entsprechende Parameter. In Sachen Sponsoring und Vergabungen will die Valiant lieber die Politik der kleinen Beiträge halten, also lieber 10 Vereinen je 1000 Franken, als 10 000 Franken nur einem Verein. Wir geben das Geld, welches wir verdienen auch wieder dort aus, wo es her kam.» Valiant nimmt nur die Verwaltung zentral nach Bern und verstärkt die Tätigkeit der Mitarbeiter zugunsten der Kundschaft in der Region, so dass für alle eine Win-Win-Situation erfolgen wird. Michael Bauer schloss sein Kurzreferat in Anbetracht der Situation mit dem bekannten Zitat: «Freude herrscht».
Anspruchsvolles Wirtschaftsreferat
Etwas weniger freudig ging es dann bei der «Finanz- und Wirtschaftskrise» zu und her. Doch etwas besser bei «Perspektiven bis 2020 der Region Berner Oberland/Simmental». Darüber hielt der bekannte Basler Dr. Christoph Koellreuter, Direktor und Delegierter «metrobasel» sowie Ehrenpräsident BAK Basel Economics, ein anspruchsvolle Referat. Er wusste das komplexe Thema spannend und lehrreich zu verpacken. Gerne stand er danach für die Beantwortung von Zuhörerfragen bereit. Dabei konnte er nur wiederholt ausführen, dass die Talbewohner keine wirtschaftliche Hilfe von ausserhalb erwarten können, wenn sie nicht selbst die Initiative dazu ergreifen.
Das lachende Auge der Gemeindepräsidentin
Christiane Griessen verabschiedete sich noch vor kurzem von der Obersimmentalischen Volksbank mit einem lachenden und weinenden Auge. Am Valiant-Anlass überbrachte sie die Grüsse der Gemeinde jedenfalls wieder mit einem lachenden Auge.
Holz-in-Holz-Volksmusik
Für wohlklingende Überraschung sorgte das Schwesterduo Kristina und Eveline Brunner aus Thun. Die beiden sind die Shooting Stars des Schweizer Folklore Nachwuchses. Sie repräsentieren eine neue Generation von Musikerinnen, welche die traditionelle Volksmusik mit Elementen aus anderen Musikrichtungen ergänzt. Sie spielten mehrmals zwischen den Referaten urschweizerische Klänge mit Schwyzerörgeli, Kontrabass und Cello, gepaart mit Variationen aus der Klassik oder irisch-keltischen und Country. Es war ein wahrer Ohrenschmaus in der akustischen Tophalle der Zimmerei Chaletbau Schletti, dies wohlgemerkt, oder gerade wegen des Fehlens von Verstärkern.
Hobelspäne fliegen wieder…
Der krönende «Abschluss des Valiant-Holzweges» war der Apero riche. Feine Köstlichkeiten servierte das Gastro-Team des Hotels Sonnegg. Ein wohltuender Geschäfts-Anlass der seinesgleichen sucht, endete gegen Mitternacht – denn das Sägemehl hatte bereits wieder am Freitagmorgen zu fallen und die Hobelspäne zu fliegen… Josef Kopp
Bankleiter Werner Ziörjen überreicht dem Referent Dr.Christoph Koellreuter ein Geschenk-Kistli.