Jetzt abstimmen!

Von Lorenz Gobeli

Werte Mitbürgerinnen und Mitbürger

Jetzt geht es um alles: Die heisse Phase des Abstimmungskampfes hat begonnen. Lassen wir uns in dieser sich stark verändernden Welt nicht treiben, sondern stellen wir die richtigen Weichen für unsere Zukunft.

Weltweit nehmen die Konflikte zu. Die Grossmächte versuchen, ihre Einflusssphären auszuweiten, und wir erleben erneut ein globales Ringen um Macht und Einfluss. Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, dass es auf der Welt noch Länder gibt, denen man vertrauen kann und die als sichere Häfen gelten.

Dank ihrer Neutralität kann die Schweiz eine solche Rolle einnehmen. Neutrale Länder gelten als besonders sicher für Unternehmen, Banken und andere Staaten, gerade auch als Standort für Finanzanlagen. Die Schweiz kann als Hafen des Friedens dienen, weil sie dank ihrer Neutralität nicht zwischen die Machtblöcke der Grossmächte geraten muss. Gleichzeitig kann sie dadurch dazu beitragen, Konflikte zu entschärfen und Frieden zu fördern.

Dafür müssen aus meiner Sicht drei wichtige Grundsätze eingehalten werden:

1.Die Schweiz bleibt neutral und übernimmt grundsätzlich keine Sanktionen. Gleichzeitig behält sie sich die Möglichkeit offen, für beide Konfliktparteien als Vermittlerin zur Verfügung zu stehen. Eine Ausnahme bilden UNO-Sanktionen, die von der internationalen Staatengemeinschaft mitgetragen werden.

2.Die Schweiz mischt sich nicht in Konflikte ein. Ihre Neutralität bedeutet, dass sie sich nicht auf die Seite einer Konfliktpartei stellt.

3.Die Schweiz schützt ihre Neutralität mit einer starken Verteidigungsarmee. Diese dient als Abschreckung und stellt sicher, dass niemand versucht, die Neutralität unseres Landes zu verletzen.

Wir dürfen jetzt kein falsches Signal an die Welt aussenden. Eine Ablehnung der Initiative könnte international als Zeichen verstanden werden, dass die Schweiz ihre bisherige Neutralität zunehmend aufgibt. Damit würde die Gefahr steigen, dass unser Land künftig stärker in internationale Konflikte und Sanktionskonflikte hineingezogen wird – mit möglicherweise grossen Schäden für die Schweiz.

Aus diesen Gründen: Ja zur Neutralitätsinitiative. , St. Stephan

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Erstellt:
17.09.2026, 00:00 Uhr
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