Sanktionen töten – Ja zur Neutralität!

Von Peter Tschabold

Ich bin äusserst erstaunt, wie derzeit gegen die Neutralitätsinitiative argumentiert wird und wie die Meinungsmache durch die Medien und den Bundesrat Fuss gefasst hat. Man ist gegen Putin und für Sanktionen, weil man ja gegen den Aggressor Stellung beziehen muss. Das Ansprechen unserer kurzsichtigen Gerechtigkeitsgefühle scheint wunderbar zu funktionieren. Weshalb kurzsichtig? Weil Sanktionen nie die Machthaber treffen, sondern immer das Volk!

Prof. Dr. Wolf Linder, Schweizer Politikwissenschaftler und Jurist und Mitglied der SP, sagte in mehreren Interviews zu dieser Tatsache folgendes: Wenn Sanktionen das Volk treffen, weil es keine Nahrungsmittel, kein Wasser und keinen Zugang mehr zu gesundheitlicher Vorsorge wie Medikamente hat, so sei das bedenklich. Es gehe aber noch weiter, dass nämlich Sanktionen Todesfolgen haben. The Lancet, ein medizinisches Fachjournal, veröffentlichte 2025 eine Studie, die besagt, dass jährlich 500000 Menschen als Folge von Sanktionen getötet werden. Prof. Linder wörtlich: «Stellen Sie sich diese Zahl vor, das sind mehr als Kriegstote pro Jahr auf der Welt. Und darum: Sanktionen töten, sie sind kein Friedensinstrument, sondern ein Instrument der Mächtigen, um ihre eigene Position, ihre eigene Politik durchzusetzen.»

Deshalb müssen wir die Neutralität, die wir mit der Übernahme der Sanktionen gegen Russland aufgegeben haben, mit einem Ja zurückholen. , Latterbach

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Erstellt:
17.09.2026, 00:00 Uhr
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