91. Mannenbergschiessen

Zeiger Samuel und Stephan Trummer zeigten es allen

383 Schützen pilgerten zum historischen Feldstand ob der Burgruine Mannenberg. Auch das 91. Mannenbergschiessen schrieb schönste Geschichten. Zeiger Samuel Trummer wurde Tagessieger, sein Bruder und Chefzeiger Stephan siegte in der Königskategorie Stammsektionen mit Zweisimmen «die Ehemaligä». Beste Gastsektion ist Erlenbach-Wimmis «Simme», das Jungschützen-Fähnli geht an Zweisimmen «Plagöreni». Notiert wurde dreizehnmal das Maximum von 40 Punkten.

Von Matthias Kurt

Klare Gruppentagessieger und Gewinner des Fähnleins 1933 sind die Zweisimmer «Ehemaligä» stehend Adrian Di Camillo, Michael Pfund und Chefzeiger Stephan Trummer sowie kniend Michael Annen, Thomas Zeller und Christian Ziörjen.

Klare Gruppentagessieger und Gewinner des Fähnleins 1933 sind die Zweisimmer «Ehemaligä» stehend Adrian Di Camillo, Michael Pfund und Chefzeiger Stephan Trummer sowie kniend Michael Annen, Thomas Zeller und Christian Ziörjen.

© Matthias Kurt

Das Mannenbergschiessen ist Kult. 1933 fanden Pioniere aus dem Simmental, Saanenland und Pays-d’Enhaut eine Erfolgsformel, die heute kein smarter Eventmanager spannender schreiben könnte. 2 Probeschüsse gezeigt auf die magische, spezielle Mannenberg B Scheibe, 2 Schüsse in einer Minute gezeigt, 6 Schüsse Schnellfeuer ungezeigt, damit die Spannung bis zur Rangverkündung prickelnd steigt. Mannenberg ist Gruppenschiessen, Einzelwettkampf und Kameradschaft pur. Die höchste Schützenehre ist die Aufnahme auf die Mannenberg Ehrenwand für 50 Auszeichnungen. Seite 3

Ohne Zeiger kein Schiessen

Das historische Schiessen wäre ohne Zeiger nicht möglich. Sie halten die 36 Scheiben in Schuss, stellen sie auf, gehen in sichere Deckung, sprinten auf das Hornsignal zu den Scheiben, zeigen am liebsten die Viererkelle, notieren die Schnellfeuer und haben untereinander einen starken geselligen Kitt. Zeigen ist im elektronischen Zeitalter aus der Zeit gefallen, Zeiger sind cool.

Zeiger «trummern» auf

Einzelne Zeiger stehlen sogar Zeit, um selber zu schiessen. Da trumpften Chefzeiger Stephan Trummer mit 39 Punkten und dem Gruppensieg und sein Bruder Samuel mit dem Tagessieg mit 40 Punkten und einem 99 Tiefschuss gross auf. Hitze- und schönwetterbedingt konnte Jäger Samuel Trummer sein Schützenauge auf der gestarteten Hirschjagd noch schonen.

Präsident Matti ist hoch zufrieden

Marc Matti freute sich über 383 Teilnehmer «seit Corona konnten wir die Teilnehmerzahl um 400 konsolidieren und wir sind ein ganz starker Anlass im Tal. Das 91. Mannenbergschiessen bleibt dank den Zeigern in starker Erinnerung». Der Präsident führte souverän durch die Rangverkündung im Wissen, dass die Schützinnen und Schützen dank vorzüglichem Spatz bestens «gehirtet», und dank gemütlichem Dorfen in feiner Laune waren. Zum Mannenbergschiessen gehört eine gute Einteilung: vor oder nach Sonnenaufgang in der Feuerlinie. Weil alle Mannenbergler Berner sind, war die Einteilung besser als am Kilchberg Schwinget.

Gruppen-Tagessieg:
Zweisimmen «Ehemaligä»

Bei den Stammsektionen holten sich im grellen Mittagslicht die Zweisimmer Gruppe «Ehemaligä» den Sieg und das Wanderfähnlein 1933 und einem Total von 233 Punkten mit Michael Annen 39, Adrian Di Camillo 38, Thomas Zeller 40, Michael Pfund 39, Christian Ziörjen 38 und Chefzeiger Stephan Trummer 39. Den morgendlichen Schatten nutzen die Zweisimmer Gruppe «Waldmatte» zum zweiten Rang und der Hellebarde mit Fritz Bieri, Zeiger Samuel Trummer, Hanspeter Teuscher, Alfred Annen, Christian Bieri und Thomas Grütter. Alfred Annen ist 54 Jahre älter als Thomas Grütter als Beweis, wie das Schiessen über Generationen lebendig ist. Bei den Gastsektionen war auch dieses Jahr Erlenbach-Wimmis «Simme» ein unbezwingbares Wehr und holte das Landi-Banner mit Walter Sigrist, Stefan Bähler, Manuela Sarbach, Nicola Schütz, Simon Isler und Peter Kämpf. Unter den vielen Jungschützen waren die Zweisimmer «Plagöreni» die Besten mit Nick Krebs, Nando Werren, Björn Reichenbach, Fabio Heim, Jan Grünenwald und Tim Krebs. Den Tagessieg der Jungschützen holt Tarja Poschung, Weissenbach-Boltigen, mit 38 Punkten.

Die Hellebarde geht an die zweitbeste Stammgruppe Zweisimmen «Waldmatte» mit stehend vl Zeiger Sami Trummer, Alfred Annen, Christian Bieri; kniend Fritz Bieri, Hanspeter Teuscher, Thomas Grütter.

Die Hellebarde geht an die zweitbeste Stammgruppe Zweisimmen «Waldmatte» mit stehend vl Zeiger Sami Trummer, Alfred Annen, Christian Bieri; kniend Fritz Bieri, Hanspeter Teuscher, Thomas Grütter.

© Matthias Kurt

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Erstellt:
10.09.2026, 00:30 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 26sec
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