Scherenschnittausstellung von Ueli Hauswirth
Vernissage im Heimatwerk
Am vergangenen Samstag, 6. Juli 2013 wurde im Heimatwerk die Scherenschnitt-Ausstellung von Ueli Hauswirth, einem der bekanntesten Scherenschnittkünstler, eröffnet. Seine Werke zeichnen sich vor allem durch die einmalig dargestellte Lebendigkeit der Tiere, der Aussagekraft der Menschen und der Einzigartigkeit unserer Blumenwelt aus. Hans Glatz, hielt die Laudatio und freute sich, viele interessierte Gäste zur Vernissage begrüssen zu dürfen.
Im Zentrum des Scherenschnitt-Traditionsgebiets aufgewachsen, fühlt sich Ueli Hauswirth seinen Scherenschnitt-Vorfahren eng verbunden. Seine Motive wie Alpaufzüge, Berner Chalets, und florale Muster sind keine Kopien, hat er doch das Leben auf der Alp hautnah miterlebt. Was er aus dem Papier schneidet, ist ein Stück seines Lebens, wobei aber auch seine Fantasie eine grosse Rolle spielt.
Ueli Hauswirth wurde 1944 auf den Saanenmösern geboren und ist im Ebnit in Saanen aufgewachsen. Im Kreis seiner Familie wurde er schon früh mit Musik, Literatur, bildender Kunst und Kunsthandwerk konfrontiert.
Fünf Sommer ging Ueli als «Statterbueb» auf eine Alp im Saanenland. Mit sechs oder sieben Jahren schnitt er einmal ganz spontan kleine Tiere aus einem Veloschlauch. Die Freude seiner Mutter an den kleinen, in einem Karussell dargestellten Figuren spornten Ueli zu weiteren Höchstleistungen an.
Für seine künstlerische und gestalterische Weiterbildung belegte er Mal- und Zeichnungskurse und besuchte Museen im In- und Ausland. Als Vorstandsmitglied und einige Jahre als Präsident der Kunstgesellschaft Interlaken organisierte er die bekannte Weihnachstausstellung mit professionellen Künstlern aus dem Berner Oberland.
Er war Gründungsmitglied des jetzigen Vereins «Scherenschnitt Schweiz» mit weit über 540 Mitglieder, davon 320 aktive Scherenschnittschneiderinnen und -schneider.
1963 stellte Ueli Hauswirt seine ersten Scherenschnitte in Zweisimmen aus. Es folgten über 80 weitere Ausstellungen. Einige Höhepunkte in seiner Karriere:
– 1990 eine Gruppenausstellung in Yamanoto Oguni in Japan
– 2006 Hong Kong und Macao
– 2010 Fernsehauftritt in der Sendung Kulturplatz extra
– 2011 Kreisel in Dorf Zweisimmen
Sogar an den Olympischen Spielen, die 2012 in London durchgeführt wurden, war Ueli als Scherenschnitt-Botschafter eine Woche vertreten. Schauschneiden und Porträtieren war in dieser Zeit angesagt.
Für das nächste Jahr wurde Ueli in das Kirie Aet Museum in Minoba Japan eingeladen, um an einer Kollektiven Ausstellung teilzunehmen.
Seit über fünfzig Jahren hat er die Schere in der Hand. Keine der grossen Ausstellungen findet ohne die reizenden eigenwilligen Scherenschnitte von Ueli Hauswirth statt.
Kommen Sie und überzeugen Sie sich von seinen einmalig dargestellten Lebendigkeit der Tiere, der Aussagekraft der Menschen und natürlich der Einzigartigkeit unserer Blumenwelt.
Jedes Bild erzählt eine Geschichte, die jedem einzelnen die Fantasie anregt und zu verweilen einlädt. Die Ausstellung dauert noch bis zum August. Marianne Läng