Kinderwochenende der reformierten Kirchgemeinde

Weisst du, wo der Himmel ist?

Weisst du, wo der Himmel ist?

Am letzten Freitagnachmittag durften wir bei strahlendem Spätsommerwetter 35 Kinder zum diesjährigen Kinderwochenende willkommen heissen.

Wir freuten uns über die – trotz vieler anderer Anlässe – stattliche Anzahl Kinder!

Schon während der Begrüssung wurde klar, dass das Thema Himmel viel zu reden gibt. Bereits die ersten Minuten waren gefüllt mit Fragen und Meinungen. Wenn wir in England leben würden, dann hätten wir zwei Worte für Himmel: «sky» für den Himmel, den wir alle sehen und «heaven» für den Himmel, auf den wir alle hoffen.

Nach einigen ersten Liedern durften wir an der grossen Überraschung teilnehmen, die die KUW-5.-Klässler für uns vorbereitet hatten. Mit einem Markt, der alle Sinne anspricht, wurden wir herzlich begrüsst und verwöhnt. Da gab es Musikinstrumente, die ausprobiert werden konnten. Viele versuchten die Düfte der Küchenkräuter herauszufinden. Sirup in allen Farben wurde angeboten. Mit einem speziellen Kaleidoskop hatte plötzlich jeder Teilnehmer «weiss-wie-viele» Gesichter! Wer es ganz bequem mochte, konnte im Liegestuhl eine Massage geniessen. Mit viel Phantasie versuchten die KUW-5.-Klässler uns etwas vom «Himmel auf Erden» näher zu bringen. Und das alles kostenlos….

Am ersten Nachmittag erzählten wir den Kindern das Gleichnis vom Senfkorn. Es zeigte sich als sehr schwierig, ein Senfkorn während der ganzen Erzählung in der Hand zu halten. Ein Senfkorn ist so klein! Du siehst es kaum! Und wenn Gott will, lässt er daraus einen grossen Baum wachsen.

Nach einem feinen Zvieri ging es ans Basteln. Alle drei Gruppen gestalteten gemeinsam ein Kirchenfenster mit einem grossen Baum, in dem es blüht und die Vögel ihre Nester bauen.

Der Samstag war der Tag des grossen Gastmahls. Wie oft sind wir von Gott eingeladen und finden eine gute Ausrede! Ein Kind meinte: «Ganz bestimmt tausend Mal!»… Zu dieser Erzählung hatte Christina Bittig Kunz extra für unser Wochenende ein kleines Musical komponiert. Das Singen übten wir noch am Vormittag. Nachdem wir im Mühliport gebrätelt und gespielt hatten, durften sich alle, die es gern wollten, verkleiden. In der Kirche übten wir dann zum Lied «Es git es Fescht, weit dir o cho?» das Schauspielern ein. Mit viel Freude und Begeisterung liessen die Kinder sich mitreissen von der eingängigen Melodie und übten «ihr Lied» für den Sonntag ein. Bevor alle nach Hause gingen, wurden Früchte geschnetzelt und mit ihnen eine alkoholfreie Bowle angelegt. Dies für den Apéro nach dem Sonntagsgottesdienst.

Schon früh um 9 Uhr am Sonntagmorgen waren alle wieder da! Beim erneuten Verkleiden vergingen die Minuten so schnell bis zum Gottesdienst, dass keiner richtig Zeit hatte, nervös zu werden. Bald schon waren unsere Kinder vorne in der Kirche und sangen und spielten zur Freude aller. Danach machte Pfarrer. Fredi Müller mit den Kindern einen Wettbewerb. Dies war die eigentliche Einführung zur dritten «Himmelreichs-Geschichte». So wie die Arbeiter im Weinberg alle den gleichen Lohn empfingen, so erhielten auch alle Kinder denselben Preis. Ein anschauliches Beispiel. Für alle war es dann bei der Auslegung zur Geschichte klar, dass jeder Taglöhner den gleichen Lohn erhalten soll. Der Gutsherr wusste, dass jeder seine Familie ernähren möchte. Gott bewertet nicht die Leistung der Menschen, so wie wir das tun. Es gibt einen Ort, wo die Unterschiede nicht mehr zählen. Vor Gott sind wir alle Beschenkte! Nach dem fröhlichen Gottesdienst waren alle herzlich zum Apéro eingeladen. Die Bowle wurde auch bei den Erwachsenen ein voller Erfolg. Wiederholung ist gewünscht!

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die zum guten Gelingen dieses Kinderwochenendes beigetragen haben.

Brigitte Zeller-Mathis, für die Vorbereitungsgruppe

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Erstellt:
27.09.2013, 10:21 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 50sec
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