Schiessen: Feldschützen St. Stephan auf dem Podest
Das Wetter und vor allem die Kälte sorgten am Oberländischen Gruppenmeisterschaftsfinal am letzten Samstag, 25. Mai, in Thun am meisten für Gesprächsstoff. Man fühlte sich an ein Winterschiessen versetzt. Am besten meisterten diese misslichen Bedingungen die Schützen aus Buchholterberg und Frutigen.
Die Gruppe der Feldschützen St. Stephan belegte im Feld D den ausgezeichneten dritten Rang.
Nicht selten sah man wärmende Wolldecken, welche vor allem die weiblichen Teilnehmer des Oberländischen Gruppenmeisterschaftsfinals auf den kalten Schützenlägern vor der ungewohnten Kälte schützen sollten. Diese Decken halfen aber nichts gegen die klammen Finger am Abzug des Gewehrs. Wer weiss, wie wichtig beim Schiessen die feine Betätigung des Abzuges zur Schussauslösung ist, kann sich denken, mit welchen Schwierigkeiten die Wettkämpfer/innen zu kämpfen hatten. Hinzu kam ein ruppiger Wind, der durch die Schiessanlage wehte, Regen und Grauppelschauern, aber auch wieder sonnige, grelle Phasen. Weil ja diese Wetterkapriolen für alle teilnehmenden Gruppen gleich waren, konnte man trotzdem von einem regulären Wettkampf sprechen. Es gab darum auch keine eigentlichen Überraschungssieger. Die Gruppe Buchholterberg 1, welche in der Vergangenheit immer auf den Podestplätzen vertreten war, setzte sich im Feld A der Sportgewehre überlegen durch. Auf dem zweiten Platz klassierten sich die Militärschützen aus Schwanden bei Sigriswil und die Gruppe 1 der Feldschützengesellschaft Saanen Gstaad sicherte sich mit dem dritten Rang einen Platz auf dem Podest. Frutigen 1 gewann die Konkurrenz bei den Armeewaffen mit grossem Vorsprung vor den Militärschützen Schwanden bei Sigriswil und den Feldschützen St. Stephan.
Knappe Entscheidung bei den Pistolen
Die Kälte machte vor allem den Pistolenschützinnen und -Schützen über 50 Meter zu schaffen. Hier ist eine ruhige, sichere Hand und ein äusserst feiner Finger am Abzug speziell von Nöten. Die Gruppe 1 der Pistolensektion Uetendorf, welche in der Vergangenheit die Wettkämpfe dominierte, wurde dieses Jahr von den Pistolenschützen Interlaken und Umgebung gefordert. Uetendorf gewann trotzdem – dank dem besseren Einzelresultat – punktgleich vor den Interlaknern.
Nebst den begehrten Medaillensätzen ging es bei dieser Ausmarchung auch um die Selektion zur Hauptrunde in der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft mit dem Final anfangs September. Im Feld A können von den 35 teilnehmenden Gruppen 14 an diesem nationalen Wettkampf teilnehmen, während im Feld D von 90 Gruppen deren 37 zur Hauptrunde zugelassen werden. Diese qualifizierten Gruppen können auch am Kantonalen Final im August in Thun teilnehmen. Bei den Pistolenschützen sind es 15 Gruppen, welche im nationalen und kantonalen Wettkampf noch an den Start gehen können.
Marcel Marmet,
Pressechef
Oberländischer Schützenverband