Premiere für das Skibergsteigen an den Olympischen Winterspielen
Am Donnerstag, 19. Februar um 9.50 Uhr erfolgte der Start in ein neues, packendes Olympia-Kapitel: In Bormio starteten je 18 Athletinnen und Athleten zur Olympischen Premiere im Ski Mountaineering – zu Deutsch Skibergsteigen. Auf dem anspruchsvollen Rundkurs im untersten Teil der Pista Stelvio liefen die Athleten auf ihren Spezialski leichtfüssig hoch, bewältigten die engen Kurven und die «stotzige» Treppe, zogen in Windeseile die Ski an und ab und die Felle in beeindruckendem Tempo unter den Ski hervor – darauf stehend, wohlverstanden. Derweil verfolgte die Präsidentin des internationalen Verbandes dieser dynamischen Sportart im Zielraum das Geschehen aufmerksam. Ihr Name: Regula Meier – ihr Wohnsitz: an der Lenk.
Die Lenkerin Regula Meier stand als ISMF-Präsidentin an den Olympischen Spielen an vorderster Front im Einsatz.
In der zweiten Olympia-Woche ist es in Bormio etwas ruhiger geworden, nachdem die alpinen Olympia-Wettkämpfe der Herren am Montag mit dem Slalom und dem fantastischen Sieg von Loïc Meillard abgeschlossen worden waren.
Ski Mountaineering –
eine faszinierende Sportart
Doch trotz des Weggangs der Alpinen hatte die zweite Olympiawoche in Bormio etwas ausgesprochen Faszinierendes – und auch der Medaillensegen für das Schweizer Team blieb durchaus intakt: Zum allerersten Mal wurden an Olympischen Winterspielen drei Rennen im Skibergsteigen ausgetragen: Die ersten beiden Rennen wurden als Einzel-Sprints – sowohl für Damen als auch für Herren durchgeführt – und fanden am 19. Februar im Zielgelände der Pista Stelvio statt. Der zweite Renntag wurde am 21. Februar mit der Mixed-Staffel ausgetragen. Die telegene, olympische Zusatz-Sportart Ski Mountaineering – kurz Skimo – lebt von ihrer Dynamik und ist für die Zuschauer ausgesprochen attraktiv, was auch die Click-Zahlen bei Olympia bewiesen. Und seit der US-Rapper Snoop Dogg auf Instagram ein «Filmli» mit Skimo-Bildern herunterlud, gingen die Clicks durch die Decke.
Etwas Olympia-Atmosphäre
im historischen Dorfteil von Bormio
Beeindruckend war zu Beginn der Skimo-Rennen auch die Athleten-Präsentation auf dem historischen Dorfplatz mitten in Bormio, an der sämtliche 36 Athletinnen und Athleten aus 14 Nationen teilnahmen, einzeln aufgerufen wurden und sich unter dem frenetischen Applaus des Publikums auf der Bühne präsentierten. Tags darauf erfolgte dann die Premiere der Premieren: Unter den aufmerksamen Augen der ISMF-Präsidentin aus der Lenk starteten die Frauen in ihren ersten, knapp dreiminütigen Olympia-Heat mit stotzigem Aufstieg und ebensolcher Abfahrt – ein Meilenstein in der Geschichte vom Skibergsteigen!
Bevor es so weit kommen konnte, stand die ISMF-Organisation (das Pendant zur FIS im alpinen Skirennsport) in einer über mehrere Jahre dauernden Vorbereitungsphase und im unermüdlichen Einsatz mit Fokus auf die Premiere an den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 in Bormio.
Und nun war er da – der grosse Moment für die Athleten und das rund 25-köpfige ISMF-Gremium vor Ort, das von seiner Präsidentin Regula Meier aus der Lenk umsichtig geleitet, motiviert und angetrieben wurde.