3. Spiezer KMU-Treffen
Spiezer «Erbgut» entwickeln – die Region stärken
Im Deltapark im Gwatt versammelten sich am 22. Januar auf Einladung der Spiez Marketing AG und des Gewerbeverbandes rund 120 Gewerbetreibende, Wirtschaftsförderer und Spiezer Gemeindevertreter beim «3. Spiezer KMU-Treffen». Und was als Netzwerk-Treffen geplant war, das entwickelt sich schon gleich zu Anfang zu einer Art «Kick-Off-Meeting», zu einer Initial-Veranstaltung.
3. Spiezer KMU-Treffen
Was wird hier angestossen? Und wie wirkt es sich aus?
«Wirtschaft 2025»: Spiez kommt. Strategisch.
Nach der Begrüssung durch Adrian Klossner, Präsident des Gewerbeverbandes, verdeutlichte Gemeindepräsidentin Jolanda Brunner, dass man in Spiez nicht nur im vergangenen Jahr einige Entwicklungs-Erfolge erzielen konnte. Sondern nun werde man die Zukunft zielgerichtet und mit langfristigen Entwicklungsplänen angehen. Strategisch eben.
Sie nannte konkrete Beispiele: Die Testplanung «Zentrum Spiez» (in Bahnhofsnähe) wird ein Meilenstein in der Arealentwicklung sein. Eine Orientierung der Öffentlichkeit folgt in Kürze. Das Gewerbeland Lattigen wird zur Zeit von mehreren Betrieben gemeinsam entwickelt. Federführend in diesem Projekt ist die Firma Kandahar Schuhmanufaktur AG aus Thun. Eine weitere Fläche in der Entwicklung ist das Gewerbeland Angolder bei der Autobahnausfahrt Spiez, das interessierten Betrieben weiterhin offensteht. Zudem soll die bevorstehende Umgestaltung der Oberlandstrasse zu einer Attraktivierung des Spiezer Zentrums beitragen. Das Auflageverfahren zum überarbeiteten Projekt ist für den Sommer geplant.
«Spiezer Erbgut»: Wie soll sich Spiez entwickeln?
Erste Antworten auf diese Fragen gab Remo Daguati von der LOC AG, Zürich, als«Mandatsbeauftragter Strategieerarbeitung» der Spiez Marketing AG. Eine seine Folgerungen: Bahnhofsnahe Standorte erleben eine Renaissance. Die Arealentwicklung rund um den Bahnhof wird deshalb weichenstellend sein für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Spiez.
Zu oft unterschätzt werde, laut Daguati, das verarbeitende Gewerbe. Es leistet in Spiez einen zentralen Beitrag an die regionale Wertschöpfung. Doch Gewebe- und Industrieflächen sind knapp, und nicht zuletzt wird auch Spiez, wie wohl das ganze Berner Oberland, die Folgen der Abwanderung und den Fachkräftemangel zu spüren bekommen.