Angstmache mit Lauberhorn-Aus und fragwürdige SRG- Abstimmungsspende

Von Martin Bracher

«Gute Nacht, Lauberhorn» heisst ein Sujet der Kampagne gegen die SRG-Initiative «200 Franken sind genug». 1,2 Millionen Zuschauer verfolgten die Männerabfahrt in Wengen 2025 live auf SRF zwei, RTS 2 oder RSI LA 2. Das entspricht einem Marktanteil von sagenhaften 76,8 Prozent. Glauben Sie allen Ernstes, dass die SRG ausgerechnet auf dieses Event verzichten würde?

Ein Event, das doch Jahr für Jahr hervorragende Quoten garantiert! Das wäre aus unternehmerischer Sicht ein grosser Fehler.

Ein Schlag ins Gesicht der Gebührenzahler ist auch, dass die SRG mit 400000 Franken den Abstimmungskampf gegen die SRG-Initiative «200 Franken sind genug» mitfinanziert. Wie ist das überhaupt möglich? In der Organisationsstruktur der SRG gibt es neben dem Unternehmen SRG auch eine Trägerschaft SRG, die aus sogenannten Regionalgesellschaften – wie u.a. der SRG Deutschschweiz – besteht. Und diese SRG-Trägerschaft finanziert den Abstimmungskampf mit. Es kann doch nicht sein, dass die SRG, die eigentlich zu politischer Ausgewogenheit und Neutralität verpflichtet wäre, Abstimmungskampf in eigener Sache betreibt!

Deshalb erst recht Ja zur SRG-Initiative « 200 Franken sind genug»!

P.S.: Zu sagen, die SRG-Trägerschaft und das SRG-Unternehmen hätten nichts miteinander zu tun, ist ein Witz. Beide gehören zum Konstrukt SRG, beide sind dem Verwaltungsrat und Vereinsvorstand sowie der Delegiertenversammlung unterstellt. […] So nicht, SRG! Dieser Schuss könnte hinten rausgehen.» , Beinwil/Lenk

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Erstellt:
05.02.2026, 00:00 Uhr
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