Bundesbrief 1291 oder Verfassung von 1848?

Von Jürg Brühlmann

Albert Rösti sieht in seiner 1.-August-Rede weiterhin «arglistige Zeiten» auf uns zukommen. Der von ihm zitierte Bundesbrief der drei Urkantone von 1291 sei die Grundlage für das «Erfolgsmodell Schweiz».

Vergessen geht, dass die «Freiheit und Unabhängigkeit» nicht für alle gegolten hat: Uri hatte Vögte im Tessin, das Unterwallis war Untertan des Oberwallis, die von Bern eroberte Waadt, der Thurgau und Aargau wurden erst vor gut 200 Jahren von Napoleon befreit und kamen so in den Genuss der lange ersehnten Freiheit.

Als Gast aus dem Thurgau staune ich schon, wie ein Nationalrat den Simmentalern weismachen kann, sie seien seit Urzeiten frei und unabhängig. Denn auch das Berner Oberland, das nach Napoleon kurz ein eigenständiger Kanton wurde, war der Stadt untertan. Sinnvoller wäre wohl, sich auf die Verfassung von 1848 zu berufen, welche seit dem Bürgerkrieg von 1847 die Grundlage bildet für das Erfolgsmodell Schweiz. , Kreuzlingen

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Erstellt:
19.08.2021, 00:00 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 28sec
Kommentare
VIP 06.11.202113:33 Uhr

Napoleon ist ein Kriegsverbrecher und seine 1848-Verfassung lediglich das Treuhandstatut seiner Herren Elite welche ihn finanziert haben - und WIR SOLLEN WAS???????

Bundesbrief 1291 ??vor????