Abstimmung vom 9. Februar

Nein zum Millionen-Transitplatz

Von Kilian Wyssen

Seine eigene Lebensweise auf Kosten anderer finanzieren zu lassen, ist sowohl dreist als auch falsch. Der Normalfall sollte lauten, dass sich Fahrende selber um geeignete Plätze für ihre Wohnwagen kümmern. Auch ist es fragwürdig, wenn der geplante 3,3 Mio. Franken teure Platz in Wileroltigen ausschliesslich ausländischen Fahrenden vorbehalten sein soll. Dies bedeutet nicht zuletzt eine Ungleichbehandlung gegenüber Schweizer Fahrenden. Die Schaffung des Transitplatzes steht auch im Widerspruch zu den jüngsten Parlaments- und Volksentscheiden. Während bei der Besteuerung ausländischer Firmen die Ungleichbehandlung beanstandet worden ist, soll bei Fahrenden eine solche ausdrücklich geschaffen werden.

Und wer kontrolliert, ob ausländische Fahrende nicht schwarzarbeiten und wirklich Steuern und Abgaben bezahlen, AHV abrechnen und Vorschriften einhalten? Es kann nicht sein, dass nun auch noch Millionen von Steuergeldern ausgegeben werden. Deshalb ist es wichtig, dass der Kredit für den Transitplatz in Wileroltigen am 9. Februar ein wuchtiges «NEIN» an der Urne erhält.

Matten (St. Stephan)

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Erstellt:
30.01.2020, 00:00 Uhr
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