Wahltag wird zum Zahltag
Am kommenden Wochenende finden die Gemeinderatswahlen in Zweisimmen statt. Es stellt sich die Frage, warum wurde der Wahltermin nicht mit den eidgenössischen Wahlen terminiert, hatte man Angst vor einer hohen Wahlbeteiligung?
Nach dem Lesen der Wahlbotschaften in der Simmental Zeitung machte mein Adrenalin-Spiegel einen Höhenflug. Nur wenigen scheint der Erhalt des Spitals als wichtig zu erscheinen. Wenn einer, der über Jahre sein Gehalt im Spital genommen hat, heute klar Nein zu einer Mitfinanzierung der Vision 2030 sagt und sogar mit einer Steuererhöhung droht, ist das ein Affront! Wo die Steuererhöhung doch schon heute mit dem Anstieg des Schuldenbergs droht, welcher mit der Finanzierung von Luxusprojekten entstanden ist und bei der die Verantwortung der Behörde gegenüber den kommenden Generationen nicht wahrgenommen wurde.
Werter Herr Näf, eine Steuererhöhung wird spätestens dann zum Thema, wenn anstelle des Spitales ein Medi- Zentrum mit Notfall Realität werden sollte. Was nämlich die Liquidation von mindestens 50 Arbeitsplätzen zur Folge hätte. Ebenso würden die Steuern des Pflegepersonals und der Ärzte für Zweisimmen wegfallen. Gleichzeitig würde Zweisimmen als Wohnort massiv an Attraktivität verlieren. Sind Sie sich als Volkswirtschaftsvertreter dessen bewusst? Die Steuereinnahmen seitens des Tourismus, der Hotellerie und der Grossverteiler würden den Ausfall kaum wettmachen. Die Haltung der heutigen Zweisimmen Behörde (Spitalstandort Gemeinde) ist alles andere als gemeinsames, regionales Denken, wenn man berücksichtigt, dass sich mehrere Gemeinden des Niedersimmentals dazu bereit erklärt haben, ihren finanziellen Obolus zu leisten.
Die Gesundheitsversorgung ist meiner Meinung nach eine regionale, wie auch eine behördliche moralische Aufgabe!
Es ist zu hoffen, dass die Bevölkerung geschlossen, das heisst, Alt und Jung, an den Wahlen teilnehmen wird.
Alle Kandidaten, die strikte gegen unser Spital sind, sind nicht zu wählen! Daher wählen wir geschlossen je zweimal diejenigen Kandidaten, die für das Spital sind. Hans-Jörg Pfister, Zweisimmen