Erster Podestplatz im Super-G von Kitzbühel
Franjo von Allmen holte sich seine erste Gams
Was in Adelboden die Glocke, ist in Kitzbühel die Gams: Jeder Skirennfahrer träumt davon, eine mit nach Hause zu nehmen – nur ganz wenigen gelingt es.
Franjo von Allmen und Marco Odermatt mit silberner und goldener Gams.
© EXPA/ Johann Groder
Einer davon ist der Boltiger Franjo von Allmen, der am Freitag, 23. Januar im Super-G von Kitzbühel auf der berühmt-berüchtigten Streif seine erste Gams abholen konnte. Zur Goldenen fehlten winzige drei Hundertstel auf Teamkamerad Marco Odermatt, den Franjo im Zielraum spasseshalber schon mal am Hals packte. Doch seine erste Gams – die Silberne – hat der Boltiger mit seiner beherzten Fahrt mehr als verdient.
Wenn ein Top16-Ergebnis schon etwas «enttäuschend» wirkt
In der Abfahrt auf der Hahnenkammstrecke war Franjo tags darauf mit schnellsten Zwischenzeiten unterwegs – bis der 24-Jährige in der Traverse nach der Hausbergkante beinahe zu Fall kam. Dank seines ungemeinen Instinkts konnte er sich aus der brenzligen Situation gerade noch retten und das nächste Tor nehmen. Das Podest war damit jedoch in weite Ferne gerückt – dank seiner pfeilschnellen Reaktion konnte Franjo jedoch einen Abflug verhindern und damit Schlimmeres abwenden.
Die Enttäuschung war bei FvA im Zielraum durchaus spürbar: Rang 16 bei der Abfahrt auf der Streif mag auch aus Simmentaler Sicht bereits etwas «enttäuschend» gewertet werden – allzu schnell hat man sich an die absoluten Spitzenplatzierungen des Boltigers gewöhnt. Viel grösser ist jedoch die Dankbarkeit, dass Franjo einen Sturz vermeiden und erst noch einige wertvolle Weltcuppunkte ergattern konnte. Und mit 1,56 Sekunden Rückstand auf Sieger Giovanni Franzoni verlor er mit dem Beinahesturz erstaunlich wenig Zeit.
Die beiden weiteren Simmentaler schrammten an den Punkterängen vorbei: Lars Rösti aus St. Stephan klassierte sich mit 3,13 Rückstand auf Rang 47 – Youngster Livio Hiltbrand aus Därstetten unmittelbar dahinter.
Weiter geht es für die Speedathleten bereits am kommenden Wochenende in Crans-Montana, bevor der absolute Saisonhöhepunkt anlässlich der Olympischen Winterspiele in Bormio ansteht.