Weihnachts- und Abschiedsfeier

Traditionellerweise findet in den Tagen vor Weihnachten im Gemeindesaal Zweisimmen die Schulweihnacht statt, die durch wechselnde Schülergruppen gestaltet wird. Dieses Jahr galt es auch, Abschied zu nehmen von einer langjährigen, beliebten Lehrerin.

Weihnachts- und Abschiedsfeier

ej- Im fast voll besetzten Gemeindesaal harrten Eltern, Lehrkräfte, Behördenmitglieder und Schulfreunde der Dinge, die da kommen sollten. Den Einstieg machten die Schüler der 5./6. Klasse von Yvonne Zeller und Ueli Zeller mit einem ausdrucksstarken Rap, in welchem auf unkonventionelle Weise die allseits bekannte Weihnachtsgeschichte erzählt wurde. Eine ungewohnte Darstellungsart wie diese moderne, bei Jugendlichen sehr beliebte Musikform zwingt zum genauen Hinhören, Hinterfragen und Stellung beziehen. Als zweiten Beitrag brachte die Klasse den Zuschauern die Legenden um Nikolaus, den Bischof von Myra, in Erzählungen und Rollenspiel näher.

Im nächsten Teil lernte das Publikum die vier lustigen Zwerge Zipf, Zapf, Zepf und Zipfelwitz in Aktion kennen. Die Adventszeit und Weihnachtsvorbereitung im Zwergenhaus wurde erläutert und untermalt vom Chor der beiden 1./2. Klassen mit den Lehrerinnen Fränzi Rösch und Stefanie Matti. Es war berührend und beeindruckend, mit welchem Eifer und welcher Inbrunst die kleinen Sänger die vielen Lieder vortrugen. Bis ein solch umfangreiches Programm aufführungsreif ist, braucht es viele, viele Stunden harter Übungsarbeit und ein gerüttelt Mass an Geduld und Ausdauer von allen Beteiligten. Das Resultat konnte sich sehen und hören lassen: Die Schüler beherrschten die vielen Texte gut auswendig und bewältigten auch schwierige rhythmische Stellen und Lieder in Moll mit Bravour. Ein ganz grosses Danke gebührt den vielen Helfern, ohne die die Aufführung nicht zu Stande gekommen wäre: Beatrice Müller, Monika Gobeli, Marianne Rössler, Lukas Matti, Janina Hinni und Daniela Haldi für die tipptoppe musikalische Begleitung, Markus Zahnd für den Samichlaus, den Herren Gurtner, Gempeler und Regamey für die Gestaltung des Bühnenbildes, der Familie Röthlisberger für die Tannenbäumchen und Ursula Fellmann für die Arbeit am Licht.

Ein grosser Applaus sowie spezielle Dankesworte und kleine Geschenke würdigten die Arbeit der vielen Mitwirkenden.

Dann galt es Abschied zu nehmen. Jean-Pierre Beuret schilderte die wechselvolle Zeit von Margreth Blum an der Volksschule Zweisimmen. Gleich nach der Seminarausbildung trat sie ihre erste Aufgabe an der hiesigen Schule an und wirkte während 37 Jahren an verschiedenen Klassen und in zahlreichen Funktionen. Sie bildete sich zur Heilpädagogin weiter, unterrichtete an der Unterstufe der Kleinklasse, zwischendurch familienbedingt als Teilpensenlehrerin im Spezialunterricht oder Deutschunterricht für ausländische Kinder, entfachte in der Musikgrundschule und im Blockflötenorchester die Freude an der Musik schon bei den Kleinen, bot Töpferlehrgänge an, bereicherte Projektwochen und Sporttage durch ihr sportliches und musisches Talent, setzte viele kreative Ideen um und führte seit 1995 die Oberstufe der Kleinklasse. Dabei pflegte sie auch ihre berufliche Entwicklung durch viele und zeitintensive Fortbildungen.

Es war ihr stets ein Anliegen, die Schüler als einzigartige Persönlichkeiten zu spüren und zu fördern. In ihrem Schulzimmer wurde der sorgsame Umgang miteinander und der gegenseitige Respekt immer angestrebt und von ihr vorgelebt. Hier sollten Kinder mit Lernschwierigkeiten einen Ort der Geborgenheit haben, der es ihnen ermöglichte, aus ihren Anlagen das Beste zu machen. Unermüdlich kämpfte sie um die Akzeptanz und den Einbezug ihrer Schüler im Schulhaus, bei den anderen Klassen.

Nun hat sie eine andere Herausforderung gefunden. An ihrer neuen Stelle wird sie wieder eine Kindergruppe in allen Bereichen unterrichten und ihre Entwicklung begleiten und dabei ihre vielfältigen Talente im musischen Bereich wieder einsetzen können. Sie hofft, ihr grosses Anliegen, den Kindern in der Schule ein Stück Heimat zu geben, verwirklichen zu können.

Wir vom Lehrerteam verlieren eine verlässliche, warmherzige Kollegin, die sich immer stark machte für Menschlichkeit und eine gute Atmosphäre. Wir wünschen ihr am neuen Arbeitsort viel Freude und Befriedigung, kooperative Kollegen und eine aufgestellte Kinderschar.

Die Zwerge erhalten Besuch vom Samichlaus.

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Erstellt:
28.12.2007, 12:00 Uhr
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