XXIV. Olympische Winterspiele in Peking
Joana Hählen holte sich ein Olympisches Diplom
Mit einem eindrucksvollen Abschlusstraining sicherte sich die Lenkerin Joana Hählen den letzten von vier Startplätzen des Swiss-Ski-Teams in der Abfahrt bei den Olympischen Spielen von Peking. Und schaffte sich damit eine vielversprechende Ausgangslage für die Olympia-Abfahrt, welche am Dienstagmorgen früh ausgetragen wurde. Mit einer starken Leistung wurde sie Sechste und holte sich damit verdient ein Olympisches Diplom.
Die Lenkerin Joana Hählen auf der Olympia-Abfahrt unterwegs zum 6. Rang.
Nachdem Lara Gut-Behrami, Corinne Suter und Jasmine Flury bereits für den olympischen Abfahrtswettbewerb gesetzt waren, musste sich Joana Hählen auf der Olympiapiste noch für den letzten freien Schweizer Startplatz intern qualifizieren. Und dies gelang der Lenkerin am Montag mit der Trainingsbestzeit überzeugend. Sie sicherte sich den vierten und letzten Abfahrtsstartplatz und liess Michelle Gisin (+1.12), Priska Nufer (+0,73) und Noémie Kolly (+1,29) deutlich hinter sich. Am Samstag und Montag überzeugte die Lenkerin in den Trainings, weshalb sie für die Olympia-Abfahrt gegenüber ihren Teamkolleginnen vorgezogen wurde: «Aufgrund ihrer zwei sehr guten Trainings hat sie sich sehr gut präsentiert und so waren wir alle einer Meinung», so Cheftrainer Beat Tschuor über den einhelligen Qualifikationsentscheid des Trainerteams zugunsten von Joana Hählen.
Vor dem entscheidenden Abschlusstraining, das für die 30-Jährige wegen der Quali wie ein Rennen war, war sie recht nervös, unter anderem auch, da sich der Schnee gegenüber dem Training zwei Tage zuvor verändert hatte. So war es für die Fahrerinnen insgesamt schwierig, die Verhältnisse richtig einzuschätzen. Joana gelang dies gut – so gut, dass sie das Abschlusstraining als Schnellste beendete und die gesamte Weltelite hinter sich liess.