Neueröffnung des Art-Bar-Restaurants «16» in Saanen

Das «Sächzäni» isch s’Zäni

In Saanen eröffnete vergangene Woche das Art-Bar-Restaurant «16» die Türen. In der neuen «Beiz» können Einheimische und Gäste sich kunstvoll kulinarisch verwöhnen lassen.

Die Gastgeber Nik (links) und Simon Buchs (rechts) zusammen mit ihren Eltern und «Einrichtungsberatern» Sophie und Herbert Buchs.

Die Gastgeber Nik (links) und Simon Buchs (rechts) zusammen mit ihren Eltern und «Einrichtungsberatern» Sophie und Herbert Buchs.

Im letzten Jahr bot sich der Familie Buchs die Möglichkeit, die alte Glockengiesserei von Siebenthal und Schopfer zu übernehmen. Mit den ehemaligen Besitzern Brigitte und Barbara Hauswirth pflegt Familie Buchs eine langjährige Freundschaft. Darum fragten diese im vergangenen Jahr Familie Buchs an, ob sie das traditionsreiche Haus mitten in Saanen übernehmen möchten. Das Haus wurde 1731 erbaut und wurde ab 1814 als Glockengiesserei genutzt.

Die neuen Besitzer renovierten das Haus zurückhaltend und mit Respekt am alten Bau. Sie versuchten möglichst viel zu erhalten und ins neue Restaurant zu integrieren. Bei der Inneneinrichtung war Sophie Buchs federführend. Sie passte das Neue dem Alten an und integrierte auch stilgerecht einige Kunstwerke ihres Mannes Herbert. Somit werden die Gäste nicht nur mit kulinarischen Gerichten, sondern mit Kunst von Herbert und der Dekoration von Sophie Buchs verwöhnt. Im ersten Stock werden wechselnde Ausstellungen von Herbert Buchs zu bestaunen sein.

Die beiden Gastronomen Nik und Simon sind erfahrene Gastgeber. Sie führen bereits seit längerer Zeit das Restaurant Wasserngrat, welches auch weiterhin von beiden betreut wird. «Das neue Restaurant hat noch keine fertige Karte. Wir werden die Gerichte spontan, je nach Saison, Lust und Laune täglich neu zusammenstellen. Dazu haben wir einen Ofen und eine gut eingerichtete Küche, in der wir jeweils etwa drei bis vier Hauptgerichte zusammenstellen werden. Wir spezialisieren uns nicht auf eine besondere Küche, sondern bieten verschiedenste Gerichte an, von italienisch bis asiatisch. Vielleicht werden wir auch mal grillieren, damit das Feuer nicht ausgeht», meint Nik Buchs augenzwinkernd und verweist auf die Beziehung zur Glockengiesserei.

Während der Koch, Nik Buchs, eher hinter dem Herd steht, kümmert sich Simon um die Gäste: «In unserem Haus gibt es Kunst und guten Wein, aber auch bodenständige Küche. Wir sind nicht abgehoben.» Das Art-Bar-Restaurant «16» bietet etwa 30 bis 40 Personen Platz (Reservation wird empfohlen). An der Bar können auch spontane Gäste ohne Reservation etwas konsumieren.

Die Gastgeber lassen sich auch bei den Öffnungszeiten durch ihr intuitives Gefühl leiten: «Wenn viel los ist, werden wir auch um 23 Uhr noch etwas Kleines servieren. Sind nur wenige Gäste anwesend, schliesst Nik die Küche vielleicht etwas früher.» Die «Beiz», wie die Jungen ihr Restaurant verstehen, hat jeweils fünf Tage pro Woche von Donnerstag bis Montag geöffnet. Fabian Kopp

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Erstellt:
20.10.2011, 00:00 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 13sec
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