Ein Solarturm als Symbol für erneuerbare Energie

Diemtigen ist auf dem Weg zur «Energiestadt». Bis 2030 will man den gesamten Stromverbrauch mit Fotovoltaik-Anlagen in der Region selber produzieren.

Hermann Steuri, Erwin Mani, Ueli Sahli und Jürg Berger im Schatten des Diemtigtaler Solarturms.

Hermann Steuri, Erwin Mani, Ueli Sahli und Jürg Berger im Schatten des Diemtigtaler Solarturms.

SchülerInnen der Oberstufe hatten im Juni im Rahmen einer Projektwoche rund 70 geeignete Dächer evaluiert. Als Wahrzeichen wurde nun beim Hotel Spillgerten ein Solarturm montiert und ans Netz angeschlossen.

Der Solarturm ist keine Erfindung der Diemtigtaler. Naturpark-Geschäftsleiter Ueli Sahli hatte erfahren, dass der Fahrnisbau mit seinen knapp 15 Quadratmetern Fotozellen «zu haben wäre». Er war vom Thuner Künstler Dominik Stauch einst für die Kulturnacht in Thun geschaffen worden und hatte die Energie für eine Lichtinstallation des Künstlers geliefert. Vorübergehend hatte er später einen Standort auf dem Areal von Energie Thun gefunden. Am 29. August transportierten die beiden Mitarbeiter von Energie Thun, Jürg Berger und Hermann Steuri die Teile ins Diemtigtal. Unter Mithilfe von Mitarbeitern der Elektrofirma Röthlisberger, Oey und freiwilligen Helfern wurde der Solarturm gleichentags auf dem vorbereiteten Betonsockel montiert und ans Stromnetz des HotelRestaurants Spillgerten, bzw. ans Netz der Elektrizitätsgenossenschaft Schwenden angeschlossen. Er soll für diesen Betrieb in Zukunft pro Jahr rund 2000–2500 Kilowattstunden Strom erzeugen. Das Bauwerk steht aber auch als Symbol für die mannigfaltigen umweltpolitischen Bemühungen im Tal.

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Erstellt:
06.09.2012, 07:55 Uhr
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