Motion von Sabina Geissbühler, Moritz Müller und Thomas Knutti, SVP

Kein staatlich verordneter, obligatorischer Sexualunterricht

Der Regierungsrat wird aufgefordert:

– im Lehrplan 21 keine Lektionen explizit für den Sexualunterricht zu besetzen

– dafür zu sorgen, dass Eltern von Kindern der Mittelstufe und der Sekstufe 1 vor der Behandlung von Themen aus dem Sexualunterricht informiert werden und ihre Kinder vom Sexualunterricht dispensieren können

– keine sogenannten professionellen Sexualinstruktoren zuzulassen

– die Kompetenz für die Sexualerziehung auf der Vorschul- und Unterstufe den Eltern zu überlassen, also keinen obligatorischen Sexualunterricht einzuführen.

Begründung: Ohne den Einbezug von Eltern, Lehrpersonen und Politikerinnen/Politikern hat die Sektion Aids des Bundesamts für Gesundheit der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ) den Auftrag gegeben, das «Kompetenzzentrum Sexualpädagogik und Schule» aufzubauen und subventionierte dieses mit 670 000 Franken. Hier wurde in Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen wie die Schwulenorganisation Pink Cross, das lesbische Pendant LOS und die Aids Hilfe Schweiz das «Grundlagenpapier Sexualpädagogik und Schule» ausgearbeitet.

Nun will die Erziehungsdirektorenkonferenz die Sexualerziehung gemäss Grundlagenpapier im neuen Lehrplan für die 4- bis 16-jährigen Kinder obligatorisch integrieren. Was klammheimlich bereits nach den Sommerferien in einigen Kantonen eingeführt wird, ist bei genauerem Hinsehen ein Skandal. Das «Arbeitsmaterial» für den Sexualunterricht ist in Boxen und Koffern verpackt.

Die grossen Koffer sind für die Vier- bis Zehnjährige bestimmt, und deren Inhalt sind Puppen mit erkennbaren Geschlechtsteilen, Puzzles, Bücher und anderes mehr.

Die Kindergarten- und Unterstufenkinder sollen lernen, männliche und weibliche Körperteile zu unterscheiden und zu benennen – auch die Geschlechtsorgane. Sie sollen wissen, wie ein Baby gezeugt wird, wie eine Geburt vor sich geht. Dazu liefert der Sex-Koffer eindeutiges Bildmaterial und Puppen zum Üben. Auch sollen die Kinder erkennen, dass Berührungen an Körperstellen lustvoll sein können.

In der Praxis sind dann Sequenzen geplant wie einander zu leiser Musik massieren.

Das Ziel müsse sein, dass die Kinder auch Nein sagen könnten, wenn sie an einer Stelle nicht berührt werden wollen. Die Kinder müssten von entsprechend ausgebildeten Sozialpädagogen unterstützt werden, damit sie ihre Sexualität lustvoll entwickeln und -erleben können. Auch das «Dökterle» wird quasi offiziell.

In den Boxen für die älteren Kinder sind Filme zur Aufklärung, Holzpenisse sowie eine künstliche Plüsch-Vagina. Vielerorts müssen bereits heute über mitgebrachte Bananen Kondome gestreift werden, auch wenn nach Berichten von 11–12-jährigen Kindern diese wenig Interesse an diesen für sie entweder lächerlichen oder aber erschreckenden Praktiken zeigen. Die Inhalte zeugen von einer inakzeptablen Indoktrinierung betreffend Genderbewusstsein, der Gleichstellung unterschiedlicher Lebensformen und sexueller Orientierung und dürfen deshalb keinesfalls Eingang in den zukünftigen Lehrplan finden.

Solche Lerninhalte und Praktiken werden viele Kinder überfordern, ihnen sogar seelische Schäden zufügen. Es ist ein Affront gegenüber allen Eltern. Es darf nicht sein, dass Eltern, welche sachte, liebevoll und verantwortungsbewusst ihre Kinder zu sexuellen Themen hinführen, durch die Schule torpediert werden. Die an Pornographie grenzenden Lerninhalte werden viele Kinder und deren Eltern schockieren und grenzen an Kindsmissbrauch.

Das Ziel jeder Sexualerziehung muss eine natürliche Einstellung zum eigenen Körper und das Zusammenspiel von Sexualität und Liebe beinhalten.

Da die Erziehungsdirektorenkonferenz im Herbst 2011 über die Aufnahme der Forderungen in den Lehrplan 21 bestimmen wird, ist es dringlich, dass die Politik in Vertretung der Eltern im Kanton Bern diesem staatlich verordneten, obligatorischen Sexualunterricht den Riegel schiebt.

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Erstellt:
30.06.2011, 00:00 Uhr
Lesedauer: ca. 2min 37sec
Kommentare
Magdalena Oberli 23.09.201113:58 Uhr

Ich bin sehr froh dass es doch noch Leute gibt die noch einen gesunden Menschenverstand haben und hoffe sehr dass sich dieser staatliche Sexualunterricht nicht einfach so in unsere Schulen einschleichen wird.
Ist es nicht ein Wahnsinn wenn man 4 Jährigen Kindern einen solchen Unterricht zumutet. Ist es nicht wiedernatürlich bei so kleinen Kindern dieses Interesse zu wecken wo das doch noch lange nicht besteht. Muss man, wenn diese Sexualunterrichte stattfinden schon im KG , ab der 2 Klasse dann offiziel die Pille verschreiben und den Knaben Kondome verteilen??? Was alles wollen wir noch kaputt machen. Sehen wir unsere Jugendlichen heute an, wieviele Probleme haben wir heute schon. Müsste man nicht langsam begreiffen dass es Zeit ist zum Umkehren. Haben wir doch jetzt schon das Kindergartenobligatorium durchgezwängt,wo die 4-jährigen den Eltern einfach "weggenommen"
werden, weil die meisten Eltern wohl mit der Erziehung überfordert sind und dies gerne einfach an Lehrpersonen abegben möchten. Oder die Mütter wollen ganz einfach nur sich selbst verwirklichen, arbeiten gehen und so wenig wie möglich Verantwortung für ihre Kinder übernehmen. Wäre es nicht unsere Aufgab ja Pflicht unseren Kinder so lange wie möglich unsere Werte zu vermitteln und sie so zu erziehen dass aus ihnen eigenständige selbstbewusste Menschen mit viel Herz und Liebe wird.
Der Unterricht über Sexualität respektive über Liebe gehört in die Kompetenz der Eltern und muss unbedingt auch da bleiben. Sprechen wir nur vom mechanischen und Körperlichen Sexualunterricht und auch nur das soll in diesem Unterricht ja auch vermittelt werden. Wo bleiben dann die Menschen,die in der Zukunft ,die Liebe nicht einfach mit Sex gleichsetzen. Ist es doch in der heutigen Zeit schon so dass es nur noch Sex gibt, liebe aber ein Fremdwort ist.
Wie haben wir die möglichkeit diesen Wahnsinn zu stoppen ???