Mehr als 200 Meldungen wegen Unwetter im Kanton Bern
Bei der Kantonspolizei Bern sind am Freitag mehr als 200 Meldungen über Vorfälle im Zusammenhang mit Unwetter eingegangen. Drei Personen wurden bei einer Zugsentgleisung in Tramelan verletzt. Ein Mann musste zur Kontrolle ins Spital gefahren werden, nachdem ein Baum auf dessen Auto gestürzt war.
Die ersten Meldungen gingen bei der Kantonspolizei Bern am Freitag, 16. Dezember 2011 kurz vor 4.30 Uhr ein. Um 18 Uhr waren bei den Regionalen Einsatzzentralen insgesamt 211 Anrufe wegen der Unwetter registriert worden, verteilt über den ganzen Kanton. Am Meisten betroffen war die Region Seeland – Berner Jura mit 124 Meldungen. Die Regionalen Einsatzzentralen der Kantonspolizei Bern haben zusätzliche Mitarbeiter eingesetzt, um Anrufe aus der Bevölkerung verarbeiten zu können.
Im übrigen Teil des Kantons gingen 50 Meldungen aus der Region Mittelland-Emmental-Oberaargau, 20 aus dem Berner Oberland und deren 17 aus der Region Bern ein. Die meisten Meldungen betrafen umgestürzte Bäume, Wasserschäden und beschädigte Hausdächer oder vorübergehend gesperrte Strassen. Sowohl Zugsverkehr wie auch der Individualverkehr wurden beeinträchtigt. So stürzten beispielsweise auf der Autobahn A1 zwischen Mühleberg und Kerzers Bäume um, wodurch der Verkehr behindert wurde.
In Tramelan war gegen 6.30 Uhr ein Zug entgleist. Drei Personen mussten ins Spital gefahren werden. Der Bahnverkehr zwischen Tramelan und Tavannes bleibt für unbestimmte Zeit unterbrochen. Und in Champoz stürzte etwa um 11 Uhr ein Baum auf ein Auto. Dessen Lenker musste leicht verletzt in ein Spital gefahren werden.
Im Simmental gab es auch vereinzelt Überschwemmungen, der Sachschaden hielt sich aber in Grenzen. Da wegen einem Erdrutsch die Strasse Zweisimmen–Sparenmoos gesperrt werden musste, ist allerdings die Eröffnung des Langlaufzentrums gefährdet.