Ein klares «Nein» zur Atomausstiegs-Initiative
Die Atomausstiegs-Initiative ist eine der gefährlichsten Initiativen der letzten Zeit. Der Initiativtext gaukelt uns vor, wir hätten genug Strom in der Schweiz und wir müssten, den Gefahren wegen, die Kernkraftwerke so schnell wie möglich stilllegen. Der Bundesrat hat die Energiewende eingeläutet und sowohl die Bevölkerung als auch die Industrie haben sich mit den verantwortlichen Energieversorgern soweit geeinigt, einen kontrollierbaren Ausstieg zu planen und durchzuführen.
Die Initianten verlangen nun, dass drei von fünf Kernkraftwerke schon nächstes Jahr ausser Betrieb genommen werden müssten. Die derzeitige Leistungs- und Energie-Reserven in der Schweiz reichen nicht aus, diese drei Kraftwerke kurzzeitig zu ersetzen. Bei einer Annahme der Initiative hätte das zur Folge, dass wir über unser schon stark belastetes Hochspannungsnetz Strom aus deutschen Kohlekraftwerken oder französischen Kernkraftwerken beziehen müssten. Die Initianten schwärmen von einem intelligenten Netz und verschweigen dem Stromverbraucher, dass das intelligente Netz weder mit Wind- noch mit Fotovoltaik-Energie geführt werden kann. Dazu braucht es schnelle, rotierende Reserven aus Wasserkraft oder Dampfturbinen. Also bleibt auch für die Netzregelung unserer Stromversorgung wiederum nur die ausländischen Kohle- oder Kernkraftenergie.
Wir wollen auf den ÖV umsteigen und erwarten für den Zuwachs in den ÖV genügend Strom aus den bestehenden Ressourcen. Legen wir die drei Kraftwerke nach der Forderung der Initianten still, ist die Versorgung der Bahn und des ÖV ebenfalls in Frage gestellt.
Es ist abzusehen, dass die Subventionen der Elektroenergie in der EU nicht mehr auf dem heutigen Niveau bleiben können. Fällt sie weg, werden die europäischen Strompreise im freien Markt markant steigen und mit der Auslandabhängigkeit müssten unsere Strompreise ebenfalls markant nachziehen. Die Leidenden in der Stromverknappung werden die KMU, die Industrie und der ÖV inklusive SBB sein.
Die Schweiz hat eine stille Reserve, die Stromherstellung aus Wasserkraft. Wegen den Kreisen, aus denen die Initianten stammen, werden sowohl kleine und mittlere Projekte verzögert oder verhindert. Mögliche Gross-Projekte wie die Erhöhung der Grimselmauer bei den KWO oder der Leistungsausbau der Wasserkraftwerke im Wallis werden mit Einsprachen bombardiert und damit verzögert oder verhindert.
Fördern wir in der nahen Zukunft die Wasserkraft und erneuerbare Energien, haben wir die Chance, einen kontrollierbaren Ausstieg zu bewerkstelligen. Ohne Strom geht nichts mehr, kein Telefon, keine Heizung und auch kein Motor dreht mehr!
Ein klares «Nein» am 27. November 2016 zur Atomausstiegsinitiative ist die einzige Antwort auf die drohende Stromverknappung. Walter Zeller,
El Ing ETH