Gedanken zur Unia
Als jugendlicher lernte ich die Gewerkschaft, damals SMUV, als pragmatische Organisation kennen.
Die damaligen Bosse hiessen Fritz Reimann und Otto Flückiger. Als KMU von Zweisimmen erhielten wir sogar Aufträge in Thun und Bern. Am Sitz der Gewerkschaft, an der Monbijoustrasse begegnete man Persönlichkeiten wie Beat Kappeler. Die Gewerkschaft pflegte zu den KMUs ein partnerschaftliches Verhältnis.
Heute heissen die Bosse Corrado Pardini und Hilmi Gashi. Unsere zum Teil pauschalbesteuerte Kundschaft wird von der Unia aufs übelste beschimpft. Sie werden als Profiteure unseres Steuersystems angeprangert. Wissentlich setzen sie damit unsere Arbeitsplätze aufs Spiel.
Verächtlich empfiehlt uns Gewerkschaftsboss Pardini Aufträge in anderen Teilen des Kantons zu suchen.
Welch ein Hohn. Welche Verachtung gegenüber unseren Mitarbeitern und Lehrlingen – welche negative Agenda gegenüber dem Berggebiet.
Das Vertrauen zu den Gewerkschaften wurde durch die Initiative «Faire Steuern für Familien – Abschaffung der Pauschalsteuer» nachhaltig beschädigt.
Reto Müller, Müller-Hirschi AG
Präsident Gewerbeverein Zweisimmen