Kaum bekannte Fakten ergeben auch ein Nein
Es ist bedenklich, mit welcher Arroganz und in welchem Ton die Promotoren der Agrar-Initiativen auf unsere Bauern losgehen. Mit ihren lauten Äusserungen behaupten sie, dass in den letzten Jahrzehnten die Bauern mit Milliarden von Steuergeldern unterstützt wurden und dabei unsere Böden und das Trinkwasser verseucht haben.
Es wäre doch sehr angetan und auch anständig, wenn sich diese Befürworter vergewissern würden, wer die Verunreiniger des Trinkwassers sind. Im Übrigen darf man sich auch informieren, was die Landwirtschaft alles unternimmt, um Böden zu erhalten und Wasserverunreinigungen zu verhindern. Da zeigt die Statistik der Untersuchung des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), was für Rückstände während einem Jahr den Rhein hinunter fliessen. Es sind dies:
65 Tonnen Industrie- und Haushalt-Chemikalien, 20 Tonnen künstliche Lebensmittelzusätze, 17 Tonnen Medikamente und letztlich eine Tonne Pflanzenschutzmittel.
Diese Ausführungen zeigen doch, dass mit der Lästerung über die Schweizer Bauern etwas vorsichtiger umgegangen werden sollte. In diesem Sinne sind die beiden Initiativen auch abzulehnen. ,
Erlenbach