Schafhütehund
Wie wir wissen, gibt es zu einem Thema immer zwei Meinungen. Weil mein Bruder (damals 15-jährig) im Winter 1946 gestorben war, musste ich im folgenden Sommer (ebenfalls 15-jährig) auf der Rotenfluh ca. 250 Schafe betreuen und hüten. Damals war ich der «Hütehund». Was ich in diesen Monaten über Wetter, Natur und Tiere gelernt habe, kommt mir heute noch zu gute.
Wenn Herr Göller schon so viele Jahre im Simmental Ferien macht, kennt er sicher auch noch andere Routen. War vielleicht sogar ein Hinweis da, der auf den Hund hinwies? Schosshunde braucht es da oben eben nicht, die man nach belieben streicheln kann. Die Hunde haben eine Aufgabe und können vielleicht nicht unterscheiden wer Freund oder Feind ist. Ich weiss, viele Möglichkeiten auf der Rotenfluh zum Ausweichen gibt es da nicht, also hat der Hund seine Aufgabe genau richtig erfüllt. Für Herr Göller war es sicher ein Schock. Also heisst es halt auch hier, Rücksicht auf einander zu nehmen. Würde mich schon interessieren, was für Konsequenzen dieser Herr aus Deutschland jetzt erwartet. Für jede Sache gibt es Befürworter und Gegner, nur ein Miteinander führt schlussendlich zum Ziel. Herr Göller wünsche ich dennoch viele schöne Bergwanderungen. Edith Kammer