Sind unsere Regierungsräte eine Nachahmung Gesslers?

Vor langer Zeit konnte sich die eidgenössische Bevölkerung allmählich durch harten Willen und verbindende Zusammengehörigkeit aus den Ketten und Krallen der so plagenden und verachtenden Landvögte loslösen und diese tyrannischen Diktatoren vertreiben. Durch pflichtbewusstes Handeln, durch hartes Arbeiten in Selbstverantwortung und strebsamem Ehrgeiz hat sich das Volk über Jahrhunderte in den Wohlstand entwickeln können.

Nun strebt ein grosser Teil des Grossen Rates sowie der komplette Regierungsrat ein System an, das an die einst so verhassten Landvögte erinnert. Eine weitere Taktik, um Gemeindeautonomie und demokratisches Handeln zu schwächen, ja sogar zu zerzausen und abzuschaffen. Anstelle Strukturen selbst wachsen zu lassen, freiwilligen Fusionen die Möglichkeit zu geben will nun der Regierungsrat Dampf machen. Das Gesetz soll so geändert werden, dass der Regierungsrat die Möglichkeit hat, nach seinem Befinden Gemeinden zusammen zu würfeln. Weiter wird bei einer Annahme der Vorlage, der Regierung die Möglichkeit gegeben, bei allfälligem Volkswiderstand den betroffenen Gemeinden den Finanzausgleich zu reduzieren oder ganz zu streichen.

So sind sie, unsere Regierungsräte, selbst Lohnerhöhungen ins Auge fassen und den Bürger in die Zwangsjacke stecken. So war einst Gessler, so sind heute und so werden sie übermorgen sein. Darum werte Mitbürgerinnen und Mitbürger, behalten wir das Heft selbst in der Hand und stimmen am 23. September Nein zur Änderung der Kantonsverfassung und Nein zur Änderung des Gemeindegesetzes. Unserer Selbstbestimmung und Freiheit zu liebe! Lorenz Dreyer, Weissenburg

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Erstellt:
13.09.2012, 00:00 Uhr
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