Volkswillen nochmals deutlich bestätigen!
Mit diesem Titel zum SZ-Leserbrief von Grossrat Knutti zur Motorfahrzeugsteuer-Vorlage bin ich völlig einverstanden. Aber ob er das wirklich so gemeint hat? Bei der ersten Abstimmung erhielt die Vorlage des Grossen Rates 5600 Stimmen mehr als der Volksvorschlag. Nur bei der Stichfrage war es ganz knapp umgekehrt, weil von den Ja-Stimmenden zur Grossratsvorlage fast 7000 ihr Kreuzchen bei der Stichfrage nicht machten, beim Volksvorschlag nur 1000.
Ich stimme bei, dass wir im Randgebiet dadurch benachteiligt sind, dass die Autos später erneuert werden und vor allem mehr geländegängige Fahrzeuge notwendig sind. Aber deswegen der ganzen Flotte von Offroadern, die völlig unnötig in der Stadt und im Mittelland herum karren, noch einen Steuerbonus zu schenken, ist die falsche Methode. Die Unterstützung der Randgebiete muss gezielt und nicht mit der Giesskanne erfolgen.
Der Volksvorschlag ist auch ein Schnitt ins eigene Fleisch, gerade für die Menschen im Oberland: Mit einem Ja würden dem Kanton Bern auf einen Schlag 120 Millionen Franken fehlen. Und wo würde der Kanton die einsparen? Sicher nicht in Stadt und Region Bern, sondern wieder bei uns im Randgebiet! Gusti Pollak, Boltigen