Wenn die Wahrheit mit inakzeptabler Scharfmacherei abgetan wird
Kommentar zu den Leserbriefen vom 22.12. Grossrat Thomas Knutti und vom 29.12. Jakob Müller.
Wie hat mir doch der Leserbrief aus der Feder von Knutti wohlgetan. Die lautere Wahrheit brachte der Grossrat zu Papier, absolut nichts von Scharfmacherei Herr Müller!
Für die SVP sind die Wahlen sicherlich nicht ganz nach Wunsch gelaufen. Wenn allerdings die Abspaltung in Betracht gezogen wird, ist die Angelegenheit nicht so schlimm wie die Medien dies immer hoch frisieren. Wenn bedenkt wird, wie die Medien und alle anderen Parteien gegen die SVP schossen, ist es eigentlich klar, dass diese Partei nichts zulegen konnte. Wäre die einst bürgerliche FDP bereit gewesen eine Listenverbindung einzugehen, wofür sie auch angefragt wurde, hätte sie sich selbst wie auch der SVP einen Dienst erwiesen. Dasselbe gilt für die EDU. Also bürgerlich wäre gestärkt worden.
Dürfen wir die wahren Probleme nicht mehr beim Namen nennen? Wenn die Wahrheit als Scharfmacherei, als einseitig-ideologisch benennt wird, haben wir wirklich ein Problem, dass unser schönes, auf einst gutem Fundament aufgebautes Land seine in aller Welt viel bewunderten Stärken erhalten kann.
Verloren hat also nicht die SVP, sondern die Stabilität der Schweiz, unsere soliden Werte und somit das ganze Volk. Wenn die Kraft des Parlamentes nicht reicht, um die Regierung auf gute Wege zu führen. Wenn die Regierung aus Blindheit nicht im Stande sein will, sich für Land und Volk einzusetzen.
Wenn sie bei Verhandlungen mit anderen Ländern nicht im Stande ist, Härte zu zeigen, sondern nach dem Motto euer Wunsch sei uns Befehl verhandelt, können wir nicht einmal mehr von einem Volk, das verloren hat sprechen, sondern müssen von einem verlorenen Volk sprechen. Lorenz Dreyer, Weissenburg