Wieder ein Pächterwechsel am Forellensee

Seit Jahren sind meine Frau und ich Gäste in Zweisimmen. Nach zwei Jahren Unterbruch sind wir dieses Jahr wieder nach Zweisimmen gekommen. Wie immer besuchten wir den Forellensee. Was vor Jahren eine Oase war, ist heute schlechthin eine Katastrophe. Nach etlichen Gesprächen mit einheimischen Kollegen wurde das schöne Refugium seit 2009 an mehrere Käufer weitergegeben und mehrere Pächter waren erfolglos, was zur Folge hat, dass das Anwesen langsam aber sicher verwahrlost. Der heutige Pächter wird Ende Oktober 2012 auch das Handtuch werfen. Was uns an der Sache verwundert, dass die Gemeinde resp. der Gemeinderat nach dem Abgang von Hr. Trachsel nicht selbst dieses schöne Anwesen zu Eigen machte und für den/die Touristen, Familien einen Patz schaffte, welcher der Gemeinde sicher auch einen Beitrag in die Kasse gebracht hätte und nicht Spekulanten den Vorrang gab. Wie wir alle wissen geht den Spekulanten das Gemeindewohl am … vorbei.

N.B. In eigener Sache «Tourismus heisst Investieren». Mario Zerbini, Basel

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Erstellt:
23.08.2012, 00:00 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 31sec
Kommentare
Stöckli Roger 01.10.201212:31 Uhr

Wie herrr Grau richtig ausführt, bedarf es etlichen wissens, daneben aber auch viel hezblut und schwiess, um so eine Anlage hoch zu halten. Aber wie herr Zerbini finde ich auch, dass die gemeinde doch da etwas mithelfen könnte - oder gibt es da nicht noch einen fischerverein? Zusammen und mit gutem willen wären sicher lösungen zu finden. Ein romantisches teichlein am dorfrand ist doch für einen ort wie zweisimmen das tüpflein auf dem i...


Roger Stöckli, Niedergesteln (VS)

Grau Stefan 28.08.201208:01 Uhr

einen forellensee mit der möglichkeit alle darin fischen zu lassen bedarf heute mehrerer vorgaben die es früher halt nicht gab, so unter anderem:

-wer öffentliches fischen erlaubt muss das gewässer und die fischer regelmässig beaufsichtigen, sofern die fischenden nicht im besitz einer prüfung (analog den jägern) sind

-wer tiere gewerbsmässig hält (=wer fische zum zweck des öffentlichen fischfangs in einen teich einsetzt) muss kenntnisse über die tierhaltung vorweisen können (biologie, fischkrankheiten tierschutz etc.).

diese auflagen sind nicht einfach von heute auf morgen zu erfüllen, und oft wird so ein seeli einfach hobbymässig gepachtet/gekauft, weils halt "fägt". was damit alles in zusammenhang steht und was für eine verantwortung man trägt, ist sich ein pächter/käufer meist erst im nachhinein bewusst. und solche "fischerseen" sind heute meist auch nicht mehr rentabel zu betreiben, um damit ein auskommen zu erzielen welches die familie durchbringt.

Grau Stefan 28.08.201207:59 Uhr

einen forellensee mit der möglichkeit alle darin fischen zu lassen bedarf heute mehrerer vorgaben die es früher halt nicht gab, so unter anderem:

-wer öffentliches fischen erlaubt muss das gewässer und die fischer regelmässig beaufsichtigen, sofern die fischenden nicht im besitz einer prüfung (analog den jägern) sind

-wer tiere gewerbsmässig hält (=wer fische zum zweck des öffentlichen fischfangs in einen teich einsetzt) muss kenntnisse über die tierhaltung vorweisen können (biologie, fischkrankheiten tierschutz etc.).

diese auflagen sind nicht einfach von heute auf morgen zu erfüllen, und oft wird so ein seeli einfach hobbymässig gepachtet/gekauft, weils halt "fägt". was damit alles in zusammenhang steht und was für eine verantwortung man trägt, ist sich ein pächter/käufer meist erst im nachhinein bewusst. und solche "fischerseen" sind heute meist auch nicht mehr rentabel zu betreiben, um damit ein auskommen zu erzielen welches die familie durchbringt.