Wieso soll die Motorfahrzeugsteuer so teuer sein im Kanton Bern?
Eigenartig ist schon, dass der Kanton Bern nachdem er die zusätzlichen Steuermillionen durch die Motorfahrzeugsteuer eingenommen hat, trotzdem eine leere Kasse hat (über 400 Mio fehlen).
Es zeigt ganz eindeutig auf, dass die Aufwandseite nicht mit der nötigen Sorgfalt beurteilt wird.
Der Kanton Bern hat in den letzten 10 Jahren 26% mehr Personalaufwand in der Verwaltung «erschaffen». Dass da die Rechnung nicht aufgehen kann, ist wohl allen klar.
Es kann doch nicht sein, dass jedes mal, wenn ein Loch in der Kasse entsteht, der Steuerzahler (woher spielt offenbar keine Rolle, Hauptsache Geld fliesst!) dafür aufkommen muss.
Jedes Unternehmen muss das Gleichgewicht zwischen Aufwand und Ertragsseite stetig im Auge behalten.
Einmal mehr sollen die BürgerInnen im Kanton Bern noch mehr Steuern bezahlen als in den umliegenden Kantonen.
Wer würde mit dieser Steuer bestraft werden? Personen, die sich kein neues Auto leisten können, Gewerbetreibende und Bauern, die auf schwere Fahrzeuge angewiesen sind. Der Volksvorschlag dagegen will, dass die Automobilisten im Kanton Bern nicht Mehrkosten im Vergleich zum Durchschnittsschweizer bezahlen muss.
Beispiel: Volkswagen Golf Plus 1.4 TS: Kanton Bern 667 Franken; Kanton Aargau 228 Franken; Kanton Luzern 309 Franken; Kanton Wallis 175 Franken. Grossratsvorlage: 20 Franken Ersparnis; Volksvorschlag: 120 Franken Ersparnis.
Deshalb sollte jede Bürgerin und jeder Bürger an die Urne und ein Ja zum Volksvorschlag für eine gerechte Strassenverkehrssteuer im Kanton Bern einlegen.
Anne Speiser, Gemeinderatspräsidentin Zweisimmen