Die Erdöl-Lobby hat wieder einmal den Zweihänder ausgepackt und grobes Geschütz aufgefahren. In ganzseitigen Inseraten stellt sie Wärmeverbünde in Frage, welche sehr oft mit nachwachsendem, CO2-neutralem Holz aus der Region betriebenen werden. Diese würden uns, im Gegensatz zur Ölheizung, in unserer Wahlfreiheit einschränken und sowieso nur auf Anschlusszwang beruhen. In der Schweiz sind rund 2500 grosse oder kleine, mit Schnitzeln oder Pellets betriebene Holz-Wärmeverbünde in Betrieb. Einen Anschlusszwang kennen nur die allerwenigsten. Der überwiegende Teil der Liegenschaften wurde freiwillig angeschlossen, weil ihre Besitzer bewusst den Weg aus dem fossilen Alltag hin zu einer nachhaltigen und erneuerbaren Energieversorgung suchten. Und weil sie eben nur in einem Wärmeverbund langfristige Wärmelieferverträge mit indexierten Wärmepreisen angeboten erhielten, und damit weitgehend unabhängig sind von extremen Preisschwankungen. Zwischen 2011 und 2014 lag der Erdölpreis in der ganzen Schweiz durchgehend über 1 Franken pro Liter, die Preisschwankungen waren innerhalb eines Jahres mit rund 10 Prozent minim.mehr...