Der Garten im Rosenmonat Juni

Noch vor wenigen Wochen waren die zurück geschnittenen Rosen keine Augenweide und nun sind schon lange Triebe mit vielen Knospen gewachsen. Bei zwei Stöcken war es fraglich, ob sie nochmals ausschlagen würden. Sie haben überlebt und bilden neue Ruten. Die älteste Rose, sie steht schon fast 70 Jahre im Garten, blüht bereits und tut es den ganzen Sommer über. Ob der Duft, das Aussehen oder die Farbe, alles ist einmalig. Bei einer solch herrlichen Rosensorte nimmt man das unerlässliche Ausputzen gerne in Kauf. Die Akelei und der Rittersporn sind wegen der Kontrastfarbe gute Begleiter im Rosenbeet.

Bis sich die einjährigen Sommerblumen in Hochform präsentieren, geht es noch eine Weile. Dafür blühen in dieser Jahreszeit das Berufskraut und Mädchenauge, einige Sorten Clematis, die Edeltaubnesseln und Lilien. Als Ergänzung für die niederen Etagen sind die wilden Stiefmütterchen, Silenen und der Mohn zuständig. Alle drei Gattungen sähen sich selber aus. Für einen ständigen Blumenschmuck vom frühen Frühling bis im Spätherbst braucht es etwas Planung und eine kombinierte Rabatten-Bepflanzung mit vielen verschiedenen Arten.

Sicherheitshalber schützt man schon im Laufe des Monats die empfindlichsten Rosensorten und Tomaten mit einem Pilzmittel. Später im Juli erfolgt eine zweite Behandlung. Im Fachhandel gibt es biologische und chemische Produkte, die richtig dosiert, den best möglichen Schutz bieten. In den letzten Jahren litten die Tomaten unter der Braunfäule und die Rosen wurden vom Sternrusstau befallen. Seit es das Actara-Granulat gibt, sind Blattläuse bei den Zierpflanzen kein Thema mehr. Dieses Mittel wirkt systemisch und wird über die Wurzeln aufgenommen. Das Laub der Lilien wird von den Raupen des Lilienhähnchen oft schwer geschädigt. Der blutrote Käfer ist leicht erkennbar, man kann ihn bequem ablesen und vernichten. Bei regelmässiger Kontrolle bleiben die Ausfälle gering. Normalerweise kommen Pflanzen im offenen Freiland nach dem Anwachsen ohne künstliche Bewässerung aus. Durch feine Öffnungen aus dem Untergrund steigt permanent Feuchtigkeit an die Oberfläche und versorgt die Wurzeln. Bei Trockenheit vermindert häufiges Hacken die Verdunstung. Dagegen müssen die Rabatten am Haus, wie die Topfpflanzen, regelmässig mit Wasser versorgt werden. Selbst Kakteen, nicht nur Fuchsien, können beim abruptem Aussiedeln einen Sonnenbrand bekommen. Im lichten Schatten gewöhnen sich die Pflanzen innert wenigen Tagen rasch an das intensivere Licht. Falls der Junikäfer, wie in den letzten Jahren, seine Nachkommen wieder im Rasen aufzieht, wäre ein nächtlicher Besuch von einem Dachs die radikalste Lösung. Das immergrüne Efeu

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Erstellt:
03.06.2011, 00:00 Uhr
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