Die Starke Wirtschaft Simmental (sws) fordert die Umsetzung der Korridorstudie «Simmentalstrasse»
Der Ausbau der Simmentalstrasse darf nicht auf die lange Bank geschoben werden!
An einem «Runden Tisch» hat der Vorstand der Starken Wirtschaft Simmental (sws) mit Vertretungen der Tourismusorganisationen, Bergbahnen und des Transportgewerbes über den Ausbau der Simmentalstrasse diskutiert. Leider musste zur Kenntnis genommen werden, dass die Zielsetzungen der seinerzeitigen Korridorstudie, die eine durchgehende sieben Meter breite Fahrbahn vorsah, bis heute bei weitem nicht erreicht wurde.
Der Ausbau Laubegg (1. und 2. Etappe) ist zwar sehr erfreulich, zwischen Latterbach und Boltigen sind jedoch noch zahlreiche Engpässe vorhanden, die insbesondere mit Cars oder Lastwagen sehr oft zu gefährlichen Kreuzungs-Manövern führen und bereits zahlreiche Unfälle zur Folge hatten. Seit der Erarbeitung der Korridorstudie, die 43 Massnahmen vorsah, hat der Verkehr markant zugenommen und die Notwendigkeit für die Umsetzung dieser Massnahmen ist grösser denn je!
Es wird ernsthaft befürchtet, dass durch die Finanzknappheit des Kantons Bern der Weiterausbau der Simmentalstrasse hinausgezögert und auf die lange Bank geschoben wird. Andererseits ist vorgesehen, für nahezu 15 Millionen Franken die Saanenmöserstrasse zwischen Zweisimmen und Saanenmöser auszubauen.
Dieser Ausbau wird zwar nicht in Frage gestellt, die Teilnehmenden waren jedoch einhellig der Auffassung, der Ausbau im Simmental dürfe dadurch nicht in Verzug geraten. Weiter soll die Simmentalstrasse durchgehend für 40-Tönner befahrbar werden. Schliesslich wird eine Verbreiterung der Fahrbahn nach Lenk im Bereich «Stockenkehren» und ein anderes Regime beim Migros-Kreisel in Zweisimmen gefordert.
Diese Begehren werden der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern schriftlich eingereicht und die Grossräte Hans-Jürg Pfister, (FDP, Zweisimmen) und Thomas Knutti (SVP, Weissenburg) beabsichtigen in der Märzsession des Grossen Rates eine Motion einzureichen und die Umsetzung der Massnahmein zu fordern. Erwin Walker, sws