Nils Mani an der Junioren-Ski-WM:

Bronze in der Abfahrt – Silber im Super G

Der Amerikaner Ryan Cochran holte sich zum Auftakt den Junioren-Weltmeistertitel in der Abfahrt vor den beiden Schweizern Ralph Weber aus Herisau und Nils Mani aus Schwenden. Die beiden Schweizer Abfahrts-Medaillengewinner schlugen auch im Super-G zu: Ralph Weber holte sich den Sieg vor Nils Mani. Der Österreicher Johannes Strolz komplettiert das Podest als Dritter. Nils Mani gelang wiederum ein sauberer Lauf. «Heute hat alles gut gepasst», sagt der Diemtigtaler zufrieden.

Das Super G-Podest mit Nils Mani, Ralph Weber und Johannes Strolz.

Das Super G-Podest mit Nils Mani, Ralph Weber und Johannes Strolz.

Nach der Abfahrt glaubte Nils Mani lange nicht daran, dass es für einen Platz auf dem Podium gereicht hatte und wartete das Rennen bis ganz am Schluss ab. Dann sagte er zufrieden: «Auf eine Medaille habe ich gehofft, aber wirklich damit gerechnet habe ich nicht. Die Verhältnisse waren heute ganz anders als im Training, es gab viele Schläge auf dem Kurs.» Das Rennen war demnach auch von vielen Ausfällen geprägt.

Unter die Besten eingereiht

Schon vor einem Jahr überzeugte der Schwendener bei der Heim-WM in Crans-Montana mit zwei Top-10-Resultaten: Rang sechs in der Abfahrt – die Disziplin, die Nils wegen dem Tempo und den Sprüngen am besten mag – und Rang acht in der Kombination. Zudem fuhr er im Super-G auf Rang elf. Auch im Europacup ist Nils bereits vermehrt unter die besten zehn gefahren und vor kurzem wurde er in Splügen zum Junioren-Schweizermeister im Riesenslalom gekürt.

Mit dem Skilift vor der Haustüre aufgewachsen

Im Mai wird der Schwendener 20 Jahre alt. Bereits als Dreijähriger übte sich Nils Mani auf den Diemtigtaler Skipisten. «Der Skilift stand bei uns vor der Haustüre. So war es naheliegend, dass ich schon früh Kontakt mit dieser Sportart hatte», erzählt Nils von seiner Kindheit und ergänzt, «Skifahren ist das, was ich gerne mache und das Schöne daran ist, dass ich dabei draussen in der Natur sein kann.» Sein Heimatort – das Diemtigtal – oder besser gesagt, die Bergbahnen Diemtigtal, unterstützen Nils als Individualsponsor beim Ausüben seiner Leidenschaft.

Lehre und Sportkarriere – da bleibt kaum Zeit für Hobbies

Zurzeit befindet sich Nils Mani im vierten Lehrjahr als Landmaschinen-Mechaniker. «Deswegen fehlt mir im Moment die Zeit für andere Hobbies.» Sein Reutiger Arbeitgeber zeigt sich für die Sportkarriere von Nils sehr verständnisvoll. «Ich darf oft fehlen im Betrieb und falls ich den Abschluss in vier Jahren nicht schaffe, hab ich die Möglichkeit, ein Jahr anzuhängen.» Wenn Nils den Lehrabschluss in der Tasche hat, hat er vielleicht auch etwas mehr Zeit für seine Hobbies und Träume. «Ich würde gerne einmal lernen, Schweizerörgeli zu spielen», antwortet er auf die Frage, was er in seinem Leben einmal unbedingt machen möchte. Wenn er an den Skisport denkt, träumt Nils vom Weltcup, «da möchte ich hin und dafür arbeite ich hart.» Der Stöckli-Pilot beschreibt sich selbst als eigenwillige, disziplinierte und gutmütige Persönlichkeit. Schwer beeindruckt ist Nils vom ehemaligen Skicrack Hermann Maier. «Wie er sich nach seiner Verletzung wieder zurück kämpfte ist bewundernswert», so der Diemtigtaler.

Joana Hählen unter den Erwartungen

Mit den schwierigen Pistenverhältnissen weniger zurecht kam an den bisherigen Rennen die Lenkerin Joana Hählen. Bei ihren ersten Einsätzen an den Juniorinnen-WM wurde Joana Hählen 20. im Slalom und 35. im Riesenslalom. Andrea Thürler aus Jaun schied im Slalom aus und platzierte sich im Riesenslalom als 22. swiss ski/Ernst Hodel

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Erstellt:
05.03.2012, 07:51 Uhr
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