Bergbahnen Lenk – der Tourismus-Motor zieht kräftig

Im Geschäftsjahr 2012 weisen die Bergbahnen Lenk einen Gewinn von 107870 Franken und einen erstaunlichen Cashflow von 5,6 Millionen aus und beweisen erneut, dass sie trotz hartem Umfeld ihren Kurs halten und ihre Investitionen durchziehen können. Sie gehören, gemessen am Umsatz und Ertrag, zu den besten Bergbahnen der Schweiz und in der Bewertung von Ski Area erhielten sie dreimal Gold, nämlich für die beste Pistenpflege, für die beste Beschneiung und für Ideen und Umsetzung. In der Rangliste der Skier-days der Wintersaison 2011/12 hat Adelboden-Lenk nun St. Moritz überholt und liegt hinter Zermatt und Davos Klosters auf Platz 3 der meist frequentierten Skigebieten der Schweiz.

Markus Ziörjen, Verwaltungsratspräsident und Nicolas Vauclair, Geschäftsleiter der Bergbahnen Lenk konnten über ein «gesundes» Jahr ihres Unternehmens berichten.

Markus Ziörjen, Verwaltungsratspräsident und Nicolas Vauclair, Geschäftsleiter der Bergbahnen Lenk konnten über ein «gesundes» Jahr ihres Unternehmens berichten.

Bei wunderbarem Frühlingswetter und guter Stimmung hatten sich 536 Genossenschafter mit 32 Vertretungen in der Aula der Dorfschule eingefunden, um an der GV der Bergbahnen Lenk die neusten Ergebnisse der Gesellschaft zu erfahren. Der neue VR-Präsident Markus Ziörjen hat sein erstes Jahr an der Spitze der Gesellschaft hinter sich und kann getrost auf die erwirtschafteten Zahlen im 2012 zurückblicken. Die Führung des Unternehmens präsentierte sich als starkes Team, das mit seinen Mitarbeitern die Ideen und Plangeschäfte durchzieht und sichtbar motiviert seinen Beruf lebt. Eine feste Grundlage für den Tourismus an der Lenk.

Jahresbericht und Jahresrechnung

Das Jahr 2012 reiht sich nicht unter die besten Jahre in der Geschichte der Lenk Bergbahnen ein. Nach mehreren Jahren der Rekorde findet man die Genossenschaft zurück auf dem Boden der gesunden Entwicklung. Vergleicht man die Ergebnisse mit anderen Bahngesellschaften, stellt man aber fest, dass das Unternehmen dem harten Wind in der Tourismus-Branche trotzt und zeigt, dass ein Fortschritt auch mit stagnierendem Umsatz möglich ist.

Jahresrechnung, Geschäftsbericht, Übertragung des Reingewinns auf die nächste Jahresrechnung und «Décharge-Erteilung» erfolgten einstimmig.

Ein gesundes Jahr

Auf den schwierigen Winter mit viel Schnee, wenig Sonne und bitterer Kälte folgte ein verkürzter Sommer (Um- und Neubauten an der Betelbergbahn), den ein guter Winteranfang ablöste. Trotz leichtem Rückgang des Umsatzes von 13.98 auf 12.71 Millionen Franken (-2.8%) konnte die Rechnung einen Gewinn von 107 869 Franken ausweisen. Dank stabilen Ausgaben beim Personal und einem starken Kostencontrolling beim Sachaufwand erwirtschaftete die Genossenschaft einen Cashflow von 5.6 Mio und konnte ordentliche Abschreibungen von 5.5 Mio vornehmen.

Investitionen im 2012

Im 2012 wurden zahlreiche Investitionen geplant und ausgeführt:

Talstation der Betelbergbahn mit Verwaltungsgebäude; Mittelstation Stoss, Aufbau der «warmen» Werkstatt für die Gondelrevision; Südschneebar, Küchenanbau und Platzerweiterung; Schlittelweg ins Pöschenried; Anschaffung von zwei Pistenfahrzeugen;

Erweiterung und Sanierung Parkplätze bei der Wallegg Bahn; Erweiterung der Beschneiung im Bereich Metsch, Prüfung der neuen Schneekanonen.

Alle Investitionen konnten im geplanten Kostenrahmen ausgeführt werden.

Ausblick auf das Jahr 2013

Für das Jahr 2013 sind folgende Investitionen geplant (von der GV bereits beschlossen): Zusammenarbeit mit der Suisse Meteo (ganz oben erscheint die Zusammenarbeit auch für die erfolgreiche Bergbahnen Lenk zu aufwendig!); Alpkultur in Zusammenarbeit mit Lenk Simmental Tourismus; Trottibahn Lenk, Phase 1 (grösste Trottibahn in der Schweiz); Umgebungsarbeiten Talstation Betelberg Bahn; Renovationsarbeiten am Berghaus Leiterli; Plangenehmigung 10er Gondelbahn «Stand XPress»; Neue Strasse Metsch mit der Weggenossenschaft.

Für den Speichersee Brenggenmäder laufen die Ausschreibungen und die öffentliche Planauflage (keine Einsprachen).Die Mehrheit der Arbeiten sind vergeben. Die Baubewilligung wird in den nächsten Tagen erwartet. Die Detailplanung für die Pumpstation wird aufgenommen. Der Stausee soll Anfangs November zum ersten Mal gefüllt werden.

Die Planung «Stand Xpress» nimmt konkrete Formen an. Die drei Stationen bestehen als Projekt. Wegen der Grösse der Bauten sind Satteldächer kaum denkbar, derzeit sind begrünte Flachdächer vorgesehen.

Gemeinsames Mittagessen

Nach der Versammlung wurden die Genossenschafter auf den Metsch zum gemeinsamen Mittagessen geladen.

Schlussbemerkungen des Berichterstatters

Die Bergbahnen Lenk haben vor zehn Jahren die Selbständigkeit der Bergbahnen an der Lenk festgelegt, ein weiser Entschluss, wie sich heute zeigt. Eine Talschaft kann als funktionierende Einheit den Tourismus fördern, wenn die entscheidenden Leistungsträger in den funktionierenden Tourismus-Einheiten zusammen-spannen. Die Bergbahnen haben es geschafft und zeigen dem Tourismus-Ort Lenk, dass ihr Motor läuft und zieht. Es ist zu hoffen, dass die Organisationen und Vereine, die in der Gemeinde den Tourismus tragen und fördern sollten, sich wieder formatieren und endlich am gleichen Strick ziehen. Vielleicht sollten sie sich vorerst in der Zugrichtung einigen.

Walter Zeller

Bergbahnen Lenk – der Tourismus-Motor zieht kräftig

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Erstellt:
18.04.2013, 00:00 Uhr
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