Berührt, bewegt, fasziniert
Erzählt, gesungen und dargestellt: Eine Projektgruppe aus Wimmis inszenierte unter Leitung von Christof Fankhauser mit alten und neuen Liedern, Musik und Rhythmus, Bewegung und Standbildern die berührende, faszinierende Weihnachtsgeschichte.
Mit alten und neuen Liedern des wird die Weihnachtsgeschichte in der Kirche inszeniert
Am vierten Advent präsentierte sich die Kirche Wimmis als Schauplatz einer besonderen Weihnachtsfeier: In elf Bildern erlebten die Besucher die biblische Geschichte von der Verheissung der Propheten über die Geburt Jesu Christi bis hin zur Bedeutung der Weihnachtsbotschaft für die heutige Zeit. Mit alten und neuen Liedern des Weihnachts-Chors, mit Musik und Rhythmus, Bewegung und Standbildern inszenierte die Projektgruppe die Erzählung. Kein übliches Krippenspiel «Wir hatten die Idee, ein Weihnachtsspiel aufgrund von biblischen Texten zu schreiben und mit Leuten von Wimmis einzustudieren. Es sollte kein übliches Krippenspiel sein, das einfach «härzig» wirkt, aber auch kein Musical mit einem riesigen technischen Apparat», verrieten die Wimmiser Pfarrerinnen, Initiantinnen und Gesamtleiterinnen, Rosmarie Fischer und Nicole Staudenmann. Die biblischen Texte sollten die Geschichte liefern: «Deshalb haben wir bei den alttestamtentlichen Verheissungen angefangen und wie ein roter Faden durch das ganze Geschehen geleitet». Die Geschichte schrieben die Pfarrerinnen für ihre Kirchgemeinde und am vierten Advent wurde sie uraufgeführt. «Ich steh an deiner Krippe hier» Das Flötenensemble Wimmis spielte die Hirtenmusik. Der Chor sorgte für den «Lead» und setzte die Texte musikalisch um. Es erklangen Lieder von «Mir wei äs Liecht azünde, dass es häll wird i dä Nacht», «I mache mi uf u blibe nid stah», über Gospellieder bis hin zur lebhafter und jauchzender Botschaft aus Händels Messias «Denn es ist uns ein Kind geboren», Bachs «Ich steh an deiner Krippe hier», «O du fröhliche» und «Stille Nacht». Unter der Leitung des in Huttwil wohnhaften Christof Fankhauser gelang es den rund 60 Mitwirkenden aller Generationen die Zuschauenden und Zuhörenden in der voll besetzten Kirche von Szene zu Szene mitzunehmen. «Maria und Josef sind ein junges Paar aus Wimmis mit ihrem ersten Kind, das im Silvestergottesdienst getauft wird», freuen sich die beiden Pfarrerinnen. Hautnah wirkte die echte Inszenierung der heiligen Familie, Hirten und der drei Könige. Pianist, Organist, Chorleiter und Komponist Fankhauser hat die Lieder passend zur Geschichte ausgewählt und mit dem Chor in einer Projektwoche sowie an zwei Nachmittagen einstudiert. Der Funke sprang Die Geschichte berührte, bewegte und faszinierte. Es war nicht zu überhören, dass der Emmentaler mit möglichst vielen musikalischen Stilen, Traditionen abdeckte und die Sängerinnen und Sänger begeistert abholte. «Der Funke sprang schon am ersten Probenachmittag auf den Chor über. Christof Fankhauser war ein inspirierender und beweglicher Chorleiter und Begleiter, und der Chor immer top motiviert und gut gelaunt», lobten Fischer und Staudenmann. Für die Konfirmandenklasse ist das Weihnachtsspiel der praktische Einsatz, den jede Klasse in Form einer Mitwirkung bei einem Kirchgemeindeprojekt leisten muss. «Nach anfänglicher Skepsis liessen sich die Jugendlichen auf das Ganze ein und leisteten vollen Einsatz. Sie konnten wählen, ob sie singen, darstellen oder in der Technik mitarbeiten wollten». Von den Besuchern gab es nur positive Rückmeldungen: Mit kräftigem Applaus und Stampfen bedankten sie sich für das berührende Erlebnis. «Es war erdenschön», äusserten sich Zuhörende. Und wer die Uraufführung verpasst hat, das Weihnachtsspiel wird am Heiligen Abend, 24. Dezember nochmals inszeniert. Heidy Mumenthaler