Wimmiser Neujahrsbrauch
«Hudlete und Pöögglete»
Unterhalb des Schlosses Wimmis fanden sich Interessierte ein. Der Umzug formierte sich unterhalb des Pfarrhauses. Anschliessend begann beim Schulhaus der Kindernachmittag.
Alter Brauch in Wimmis
Wie gewohnt fanden sich nach und nach einige Interessierte unterhalb des Schlosses Wimmis ein. Viele liessen sich die von Jürg Mani vorzüglich gekochte Gulaschsuppe oder Wienerli schmecken und der speziell auch für Kinder zubereitete Tee fand ebenfalls guten Absatz.
Um Punkt 14 Uhr ertönte der obligate Urknall
Der Umzug formierte sich unterhalb des Pfarrhauses. Vorweg die Mitglieder der Guggenmusik «Schattebööggle in ihrer fantasievollen Kleidung, dann ein paar mutige Junioren vom Rollhockeyclub, die «Trychlerfründe» und vier «Geislechlöpfer» in ihren knallroten Burgunder. Ein Wagen auf dem noch nach alter Sitte mit den Flegeln gedroschen wurde und ein Wagen mit wunderschönen «Hobelspänen» verziert und zwei sägende Männer mit einer Waldsäge. Alles Sachen, die viele Junge gar nicht mehr kennen. Immer wieder schön und erfreulich sind die Ponys und Pferde des Reitstalls «Lilihof». Auch die historischen Gestalten aus Wimmis fehlten nicht. Den Abschluss des Umzuges machte Urs Knuchel mit seinen Heideschnucken-Schafen.
Mit Kindernachmittag und Abendprogramm
Ab 15 Uhr begann beim Schulhaus der Kindernachmittag. Zum Glück machte das Wetter mit und es regnete nicht wie am Vortag, sonst wäre wirklich alles ins Wasser gefallen. Das Abendprogramm versprach wieder so einiges. Tanz und Unterhaltung mit den Spiezer Nachtschwärmer, dazwischen die «Schattenbööggle». Als Überraschung trat Rüedu Oppliger aus Zäziwil unter dem Motto (lache isch gsund) auf. Offenbar ist er sehr bekannt; immerhin fuhr ein Car mit 42 Personen aus dem Emmental nach Wimmis, speziell auch um ihn zu sehen und zu hören. Um 1.44 Uhr wurde das traditionelle Dessertbuffet eröffnet. So konnten die Gäste zufrieden und wohlgenährt nach der Polizeistunde nach Hause gehen.
Edith Kammer