Identität des toten Säuglings nach wie vor unklar

Rund eineinhalb Wochen nach dem Fund eines Säuglings in Wimmis ist dessen Identität nach wie vor nicht geklärt. Die Polizei bittet die Angehörigen, sich zu melden und sucht weiterhin Zeugen.

Am Sonntag, 19. Februar 2012, war auf dem Gelände einer Entsorgungsfirma in Wimmis der Leichnam eines Säuglings entdeckt worden. Daraufhin wurden umfangreiche Ermittlungen und Abklärungen aufgenommen, welche allerdings bisher erfolglos blieben. Auch ein entsprechender Zeugenaufruf führte nicht zum Ziel – es gingen zwar Hinweise ein, denen nachgegangen wurde – insgesamt waren es aber deutlich weniger Anrufe als erwartet und erhofft. Rund eineinhalb Wochen nach dem traurigen Fund bleibt damit die Identität des Leichnams unklar.

Nach wie vor sind Untersuchungen am Institut für Rechtsmedizin der Universität Bern (IRM) zur Todesursache im Gang. Zum heutigen Zeitpunkt muss aber davon ausgegangen werden, dass die Todesursache auf Grund des Zustandes des Leichnams nicht genau geklärt werden kann. Insbesondere kann auch nicht gesagt werden, ob das Mädchen lebend zur Welt gekommen war oder bereits tot geboren wurde. Nach wie vor muss davon ausgegangen werden, dass das Mädchen bereits Tage, wenn nicht gar Wochen vor dem Fund verstorben war.

Die Kantonspolizei Bern wendet sich deshalb erneut an die Bevölkerung und bittet insbesondere die Angehörigen des Babys, sich mit ihr in Verbindung zu setzen. Sie hat aus diesem Grund eine spezielle Hotline eingerichtet. Die Eltern des Mädchens werden gebeten, sich unter der Nummer 079 297 74 99 mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Nach wie vor werden auch Zeugen gesucht. Personen, welche in ihrem Umfeld eine Frau festgestellt hatten, die schwanger war und nach der Geburt kein Kind hatte, werden gebeten, sich unter der Nummer 033 227 61 11 bei der Kantonspolizei Bern in Thun zu melden.

Wo und in welchem Rahmen der Leichnam beigesetzt wird, wird voraussichtlich im Verlauf der kommenden Woche entschieden.

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Erstellt:
29.02.2012, 15:08 Uhr
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