Schweizer-Meisterschaft der Schäferhunde in Wimmis
Als langjähriges Mitglied des Kynologischen Vereins war es für mich ein Vergnügen, bei den Prüfungen der Deutschen Schäferhunde über das Wochenende vom 4.– 6. November in Wimmis als Zuschauerin dabei zu sein. Bei so einer Schweizer Meisterschaft (SM) dürfen nur die besten Hunde mitmachen, welche sich durch mindestens drei qualifizierte Prüfungs-Resultate ausweisen müssen. Durch ein gutes Abschneiden an der SM können sich die Führer mit ihren Hunden dann für die Weltmeisterschaft anmelden. Um soweit zu kommen, braucht es aber sehr viel. Das heisst tägliches Üben. Der Hund und sein Führer/in müssen einander blindes Vertrauen entgegen bringen. Es ist schon erstaunlich, was so ein Team leisten und bieten kann. Ohne lautes Gebrüll, fast nur mit Handzeichen werden die Hunde an ihr Ziel gebracht. Dazwischen aber immer wieder Lob und Spiel, damit sich der Hund zwischen zwei Aufgaben wieder beruhigen kann.
Durch Marco Fischer, einem intensiven Hundesportler seit Jahren, erfuhr ich, dass sein Hund Gismo bei den letzten Weltmeisterschaften in Kiew durch einen Zeckenbiss schwer erkrankte und fast daran gestorben wäre. Dennoch konnte er an der SM teilnehmen. Obwohl der Hund Gismo immer noch an den Folgen leidet, schnitten die beiden relativ gut ab. Mich beeindruckte, dass gerade in den härtesten Disziplinen Frauen mitmachen. Zwei Vertreterinnen waren sogar in Japan mit ihren Hunden im Einsatz.
Bis ein Hund weiss, was er in so einem riesig grossen Trümmerhaufen für eine Aufgabe hat, braucht es sehr viel. Aus der Region waren zwei Teams anwesend, die ebenfalls gut arbeiteten. Durch die letzte Übung am Sonntagnachmittag wurde nochmals ausführlich durch vier Teilnehmer/innen anschaulich demonstriert, was sie alles können. Da wurden Verschüttete gesucht, aber auch Sprengstoff, der vorher dort deponiert wurde. Für die Hunde schien das kein Problem. Interessierte Zuschauer aus der ganzen Schweiz waren anwesend. Die ganze Organisation war hervorragend gemacht. Auch das Wetter trug viel zum Gelingen des Anlasses bei. Die achtköpfige Interessen-Gemeinschaft aus dem Oberländer Team war zuständig für alles. So war zum Beispiel Kurt Messerli als OK Präsident verantwortlich. Für das leibliche Wohl sorgten Walter Niederhauser und HermannHänni. Technischer Leiter war Thomas Wittwer und für Presse, Tombola und Sponsoring sorgte Priska Zurbuchen. Sie war so zusagen das Mädchen für alles. Interessierte können im Internet die gesamte Rangliste einsehen. Edith Kammer