78. Mannenbergschiessen

Gruppe Schlegelholz verteidigte Wanderstandarte 1933

Am 78. Mannenbergschiessen verteidigte die Gruppe «Schlegelholz» der Zweisimmen Schützen das Wanderfähnlein 1933. Tagessieger wurde Roland Zumbrunnen mit 40/98 Punkten bei der Elite und Jugendschützin Carole Feuz dominierte mit 38 die Jungschützen.

Die Jungschützengruppe «Kamikaze» Lenk holte sich die 1984er Standarte. Von links Philipp Zbären, Philipp Ziörjen, Adrian Ziörjen und Remo Schläppi. Kniend: Simon Beetschen und Cindy Schmid.

Die Jungschützengruppe «Kamikaze» Lenk holte sich die 1984er Standarte. Von links Philipp Zbären, Philipp Ziörjen, Adrian Ziörjen und Remo Schläppi. Kniend: Simon Beetschen und Cindy Schmid.

Am 78. Mannenbergschiessen wurden 530 Schützinnen und Schützen von der aussergewöhnlichen Atmosphäre im offenen, mit 36 kleinen B4er-Scheiben bestückten Feldstand fasziniert. Zu den 65 Stammgruppen aus dem Simmental und dem Saanenland gesellten sich 13 Gastgruppen aus Spiez, dem Diemtigtal und dem Pays d’Enhaut.

Zum tageshöchsten Gruppenresultat mit 229 Punkten von «Schlegelholz» Zweisimmen haben Kurt Ziörjen, Hanspeter Durand und Urs Feuz mit dem Punktemaximum, Hans-Otto Aegerter und Manfred Schwarz mit 37 und Marcial Schwarz mit 35 Punkten beigetragen. Die Verteidigung der Standarte gelang in den vergangenen vier Jahrzehnten erst vier Gruppen. 18-Mal hatten am Sonntag Zeiger und Scheiben-Kontrolleure das Maximum von 40 Punkten zu notieren und den besten davon auszumessen. Denn das verdeckte Resultat im Seriefeuer gehört zur Tradition und wird erst an der Rangverkündigung bekannt. Allen voran auch für Tagessieger Roland Zumbrunnen, St. Stephan mit seinem 98er Tiefschuss. Zum guten Mannenberggeist beigetragen haben der unfallfreie Verlauf und die Kameradschaft bei Suppe mit Spatz mit dem gemütlichen Jass bis zur Rangverkündigung. Erstmals konnten bereits am Sonntagabend alle Resultate im Internet auf der Website studiert und verglichen werden.

Carole Feuz, ein Schiesstalent?

Mit 200 Punkten eroberte die Lenker JS-Gruppe «Kamikaze» die Standarte der neun Jungschützengruppen. Am meisten freute sich aber die 13-jährige und jüngste Mannenbergschützin Carole Feuz: «Ich fragte im Frühling Mama, ob ich meinen älteren Brüdern Simon und Pascal im Schiessen nacheifern dürfe. Nun bin ich bin total überrascht.» Mit 38 Punkten holte sich die Nachwuchsschützin die Siegertrophäe, wie vor zwei Jahren Bruder Simon, der Jungschützen. Auch bezwang sie alle ihre Vorbilder und Förderer, vom Grossvater Manfred über den Onkel Marcial bis zu den Brüdern, um bis zu acht Punkte.

Fritz Leuzinger

Die Sieger am 78. Mannenbergschiessen: Jugendschützin Carole Feuz, der Zweisimmen-Schützen und Tagessieger Roland Zumbrunnen der Freischützen St. Stephan.

Die Sieger am 78. Mannenbergschiessen: Jugendschützin Carole Feuz, der Zweisimmen-Schützen und Tagessieger Roland Zumbrunnen der Freischützen St. Stephan.

Eine Schützin, Jacqueline Maurer aus Oberwil und 17 Schützen erzielten das Maximum von 40 Punkten.

Eine Schützin, Jacqueline Maurer aus Oberwil und 17 Schützen erzielten das Maximum von 40 Punkten.

Hans Rieder strahlt besonders. Nach Viktor Gobeli im Vorjahr gelang auch dem 76-jährigen mit 34 Punkten die 60. Auszeichnung am Mannenberg.

Hans Rieder strahlt besonders. Nach Viktor Gobeli im Vorjahr gelang auch dem 76-jährigen mit 34 Punkten die 60. Auszeichnung am Mannenberg.

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Erstellt:
30.08.2012, 11:17 Uhr
Lesedauer: ca. 1min 53sec
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