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Piaggio-Ape-Dreirad

Nostalgie-Treffen der «Bienen»

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Piaggio-Ape-Dreirad

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Mit 30 bis 60 km/h ins Simmental tuckern

Letzten Samstag trafen sich die Klub-Mitglieder des PPOW auf dem Marktplatz in Zweisimmen zu einem Ape-Dreirad-Treffen. Der in Kerns vor 22 Jahren gegründete Klub dieser Kult-Fahrzeuge hat inzwischen im Kanton Bern mehr Mitglieder als im Gründungskanton. Gudrun Müller und Vereinsmitglied Bruno Müller konnten für einmal dieses Treffen nach Zweisimmen organisieren. Wie bei anderen Nostalgie-Klubs werden regelmässige Treffen, Fahrveranstaltungen und weitere Anlässe durchgeführt. Die Veranstaltung zog denn auch viele Zuschauer auf den Bärenparkplatz.

Internationale Beteiligung

Sogar einige ausländische «3-Rad-Bienen-Fahrzeuge» fuhren ins Simmental. Viele verbrachten die Anfahrts- und Abreisenacht auf dem Camping Fankhauser. Ein Teilnehmer mit Caravan-Aufbau fuhr nachher sogar weiter nach Rom.

Das italienische Kult-Fahrzeug

Die «Arbeiter-Biene»: Vor gut 72 Jahren kamen in Italien die ersten Vespa-Roller (Wespen) auf die Strassen. Ein Jahr danach knatterten die ersten Ape-Dreiräder über südliches Kopfsteinpflaster. Die Transporter-Zwerge (ape: italienisch für Biene) geben zum Teil heute noch dem italienischen Strassenbild seinen speziellen Anstrich. Der populärste Kleintransporter Italiens, die Ape, ist im Prinzip nichts anderes als ein Motorrad mit Ladefläche und Fahrerkabine. Der Komfort im Führerhäuschen ist gleich Null. Doch selbst bei den kleinen und uralten Apes, die noch zu tausenden durch die Gassen wuseln, gibt es beim Beladen nur eine Grenze: die Fantasie des Fahrers. «Wenn das Gemüse schon zu allen Seiten über die Ladefläche hinaus ragt, wird eben hoch gestapelt.» Auch den diversen Ladeflächen-Aufbauten sind keine Grenzen gesetzt (Bierwagen, Caravan, Handwerkeraufbau, Gemischtwarenladen usw.). Auch die Motorisierung vom kleinsten Zweitakter bis zum stärksten 12-PS-Diesel-Motor machte während 70 Jahren keinen Halt. Trotzdem dürfte ab und zu bei diesen Kult-Fahrern ein ungeschriebenes Gesetz noch heute gelten: Fahre so, dass niemand zu Schaden kommt. Alte Leute lässt man auch ohne Zebrastreifen über die Strasse. Josef Kopp

Erstellt am: 12.09.2018

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