DV SVP Wahlkreisverband Oberland

Nichts überstürzen

Im Juni tritt der Grosse Rat zu einer zweitägigen Sondersession Energiepolitik zusammen. Gründlichkeit in der Beurteilung des Geschehens und Besonnenheit im Handeln ist dann noch nicht möglich. Wahltaktik und ideologisches Reden werden diese Session bestimmen.

Grossrat Thomas Knutti ist nicht begeistert über den Beschluss. Das lässt er deutlich spüren mit seinen präsidialen Begrüssungsworten zur ordentlichen Delegiertenversammlung des SVP-Wahlkreises Oberland. In aller Munde, in allen Medien, von verschiedensten Expertenseiten könne man gegenwärtig alles Mögliche und Unmögliche, Richtiges und spekulatives, aber sehr wenig bestätigtes lesen und hören nach der AKW-Katastrophe in Japan. «Nötig ist jetzt besonnenes und nachhaltiges Analysieren, was genau zur Tragödie in Japan führte, welche Vernachlässigungen dort festzustellen seien, welche Schlüsse man für unser Land daraus ziehen könne, dürfe, müsse. Übereiltes Kurzschlusshandeln sei fehl am Platz. Es gelte auch die Auswirkungen jedes einzelnen Schrittes zu analysieren. «Ich denke, dass diese Forderungen viele ihrem wahltaktischen Profit opferten», tönt Knutti eine berechtigte Vermutung an.

Eidgenössische Wahlen bestimmen 2011 die Politik

Wahlkampf ist bereits sechs Monate vor der Wahl ein Begriff in zahlreichen medialen Äusserungen beinahe jeder Couleur. Unter Anderen stellt auch die Arena – der Kampfplatz, nach römischer Definition – im SF DRS den Parteien ein Kampfpodium zur Verfügung, wo die Moderation den verbalen Zweikampf direkt ansteuert und provoziert. Wahlkampf als Unterhaltungswert!

Im SVP Wahlkreis Oberland geht es nicht um Kampf oder gar Krieg. Die bürgernahe Partei wolle den Menschen und Stimmbürger im persönlichen Gespräch und mit dem persönlichen Einsatz überzeugen, auf der Strasse, auf den Märkten, im direkten freundlichen Kontakt von Mensch zu Mensch, mit sachlichen Argumenten zu politisch ernsthaft gesuchten und vor allem umsetzbaren Lösungen. Das die Zusammenfassung der von Knutti dargelegten Aufforderung zum Handeln der Parteimitglieder, damit die Wählerstärkste Partei im Oberland dies auch für die nächste Legislatur bleibe. An der BEA beispielsweise könne man bei hunderten von Besuchern für das pragmatische ausgefeilte und umfassende SVP-Parteiprogramm Überzeugungsarbeit leisten, mit welchem die Volkspartei die zahlreichen Probleme nachhaltig und zum Fortschritt unserer Bevölkerung anpacken wolle. «Ich bin überzeugt, dass wir den Erfolg der Grossratswahlen vom letzten Jahr auch bei den Eidgenössischen Wahlen wiederholen können», so Knutti. «Wir werden unsere Gedanken über die Schweiz und die EU am 3. September an einem Oberländer-Parteitag in Wimmis von Christoph Blocher präsentieren lassen und dann am gemeinsamen Mittagessen mit den Wählern darüber sprechen. Die Nationalratskandidaten stellen sich vor und stehen zu Gesprächen bereit. Mit einem Volksfest am 26./27. September in St. Stephan erhalten die Oberländer erneut die Möglichkeit praktisch alle Berner Nationalratskandidaten und den Ständeratskandidat persönlich kennen zu lernen. «Wir Oberländer wollen unsere bisherigen eidgenössischen Parlamentarier, Hansruedi Wandfluh, Erich von Siebenthal, Adrian Amstutz und neu Gerhard Fischer nach dem 23. Oktober im Bundeshaus sehen. Wir unterstützen auch Albert Rösti aus dem Thuner Wahlkreis», nennt der Präsident die Namen der Oberländer Kandidaten. Nach einer kurzen Diskussion wurde auch klar, dass ein ausgewiesener Kandidat, wie Adrian Amstutz es ist, auf beiden Wahlzetteln Platz finden muss. Er soll als Ständerat bestätigt werden, das ist das erklärte Ziel. Weil dazu noch andere Parteien mitsprechen wollen, muss sein Name auf der Nationalratsliste weit oben stehen, damit er in der Bundeshausfraktion der SVP einen sicheren Platz findet.

Persönlicher Einsatz – kein Geld

Die Delegierten genehmigten ein defizitäres Budget für das Wahljahr. Dieses entkräftet die oft in Medien und anderen politischen Kreisen festgestellte Meinung, dass die SVP als Partei der Reichen nur mit Geld ihre Wahlerfolge erziele. Im Gegenteil, dieser sei dem unermüdlichen Einsatz der Parteimitglieder im Hinblick auf die Wahlen zuzurechnen. Thomas Dummermuth, Meiringen, wurde als neues Vorstandsmitglied gewählt. Der bisherige Kassier tritt zurück, bleibt aber als neuer Revisor dem Verband erhalten. SVP Wahlkreisverband Oberland

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Erstellt:
13.04.2011, 12:05 Uhr
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