Kostendenken im Gesundheitswesen?

Im Referat von Regierungsrat Ph. Perrenoud vom 23. März 2012 in Thun ist u.a. enthalten:

… «Diese drei Komponenten – befristeter Weiterbetrieb eines Akutspitals, Aufbau eines Gesundheitsnetzes (laut VR-Präsident auf privater Basis) und Stärkung des Rettungswesens – werden als Ganzes angepackt im Rahmen eines Pilotprojektes».

Dazu eine kleine Betrachtung:

Am 8. März 2012 musste ich ab Arztpraxis in Lenk mit der Ambulanz ins Spital Zweisimmen überführt werden. Die erforderliche Ambulanz kam von Gesigen.

Dieser Einsatz kostete, man lese und staune, Fr. 1062.20! Von diesem Betrag sind Fr. 752.20 allein für Arbeitszeit und Kilometerentschädigung in Rechnung gestellt worden. In Zukunft werden solche Fälle nach Thun oder anderswo überwiesen werden. Also werden die Ambulanzeinsätze noch teurer zu stehen kommen.

Das alles wird uns Steuerzahlern angepriesen mit der Begründung, es müsse alles unternommen werden, die Betriebskosten zu optimieren, was heisst, diese zu senken.

Was es im Gegenzug die Krankenversicherung kostet ist für diese Exponenten unerheblich.

Die betriebswirtschaftlichen Kosten über alles; volkswirtschaftliche Bedenken sind unerwünscht!

Ist das Regierungsverantwortung? Ich meine das ist verantwortungslos.

Lenk, 27. März 2012 H.P. Böhlen

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Erstellt:
29.03.2012, 00:00 Uhr
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