Schloss Wimmis gehört der Öffentlichkeit
Das Schloss Wimmis soll für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden: Ein guter Restaurationsbetrieb mit Menus aus regionalen Produkten, Ausstellungen und vielfältige Kultur usw. wäre sinnvoll.
Bezugnehmend auf die beiden Leserbriefe von Bruno Stucki und Beat Schneider aus Wimmis darf ich doch sagen, dass ich die ständig steigenden Kosten der Kantonsverwaltung aufmerksam beobachtet habe. Ich habe seinerzeit im Grossrat eine Motion mit grossem Mehr, gegen den Willen der Regierung durchgebracht, mit der Auflage, das Verwaltungssystem sei zu vereinfachen mit dem Ziel, 20% der Kosten einzusparen. In der Berner Zeitung vom 12. April ist übersichtlich dargestellt, dass der kantonale Verwaltungsapparat in den letzten 10 Jahren nun 29% teurer wurde, was einem Anstieg von 2,7 auf 3.5 Mrd Franken entspricht. So kann es natürlich nicht weitergehen: Überall müssen Abstriche in Kauf genommen werden, zum Beispiel Spitalschliessungen und es werden immer mehr Formulare gebastelt und bürokratische Schikanen ersonnen. Daher ist es klar, die Verwaltung muss wieder praxisbezogener, schlanker und kundenfreundlicher werden. Daher das Schloss Wimmis für die Öffentlichkeit: z. B. ein guter Restaurationsbetrieb mit Menus aus regionalen Produkten, Ausstellungen und vielfältige Kultur usw. Die Waldabteilung im Schloss einzuquartieren wäre ein fixfertiger Blödsinn. Gerade solche Verwaltungsabteilungen müssen personell deutlich abgebaut werden. Meine Prognose: In ein paar Jahren wird die Waldabteilung in einer 3-Zimmer-Wohnung genug Platz haben.
Im Gesundheitswesen, bei den Lehrkräften, in der Landwirtschaft usw. wird der Bürokram immer zeitraubender und umfangreicher. Ich nenne das Beamtenbeschäftigungsprogramme. Zuletzt dies: Ja ich würde gerne ein paar Aktien für eine vernünftige Schlossnutzung kaufen, da ich gerade neulich meine sowieso wertlosen Skiliftaktien gebraucht habe um anzufeuern. Ich könnte mir allenfalls vorstellen, dass sich eine Verwaltungsabteilung in den ehemaligen Kerker- und Folterkammern installieren könnte. Lorenz Kunz, Diemtigen