Als ich am Sonntag, dem 7. August, von der Rotenfluhhütte (oberhalb Schwarzenmatt) kommend nach Chlues absteigen wollte, wurde ich vom Hütehund der dort weidenden Schafherde nicht nur bedroht (auf die Hinterbeine aufgerichtet, mit weit geöffnetem Maul), sondern auch angegriffen, das heisst er schnappte nach meinem Rucksack! Im Endeffekt konnte ich in dieser bedrohlichen Situation nicht anders reagieren, als vorsichtig und schockiert den Rückweg anzutreten, das heisst ich musste meine ganze Tour wieder zurücklaufen. Seit vielen Jahren bin ich in dieser Gegend Bergtourengeher, kenne mich mit den Begebenheiten ziemlich gut aus und habe mich – denke ich – dem Hund gegenüber nicht ungeschickt verhalten. Dass man als Wanderer aber in eine solche bedrohliche, ja lebensgefährliche Situation gerät, ist meiner Meinung nach, absolut unmöglich und untragbar. Es kann doch nicht sein, dass die Existenz des Wolfes dazu führt, dass Bergtouren nicht mehr möglich sind oder für Menschen lebensgefährlich werden! In dem Moment, wo ein Mensch durch Hütehunde zu Schaden gerät, ist meiner Meinung nach völlig klar, dass die Herden eben anders geschützt werden müssen oder der Wolf in den Alpen nichts zu suchen hat.mehr...