Grüne Gedanken im April
Wenn aus braunen Wiesen innert wenigen Tagen grüne Matten werden, dann ist die Natur im Aufbruch. Feuchtes und warmes Wetter machen es möglich, dass die Pflanzen im Frühling schnell in Schuss kommen. Die Anlagen dazu werden schon im Herbst gebildet. Wo mit Dünger aus Stall, Kompost oder Packung nachgeholfen wird, ist der Wuchs noch rasanter. Es ist jedes Frühjahr ein Wunder, wenn das Wachstum wieder einsetzt. Dank dem trockenen Wetter konnte man die Rosen und Beerensträucher schon im März schneiden. Nun sehen die Stöcke mickrig aus, aber mehr Augen und Triebe bringen keine grössere Erträge. Das Entfernen von alten Ruten verjüngt die Beeren- und Rosenpflanzen. Nach dem Ausputzen wurden die Bäume und Sträucher mit einer «Winterspritzung» abgeduscht. Das ölhaltige Präparat vernichtet überwinterte Schädlinge auf biologischer Basis. Die Kinderstube ist im Garten eingerichtet und der Samen ausgestreut. Bald folgen die vorgezogene Setzlinge vom Fensterbank nach. Unter doppelter Folie und falls notwendig mit zusätzlicher Abdeckung, erfriert auch draussen nichts mehr. Nüssler, Radiesli, Zwiebeln, Rüebli und Erbsen kommen ab sofort direkt ins Freiland. Ende Monat sind der Fenchel, Brüsseler und die Randen an der Reihe. Der erste Satz Gemüsesetzlinge wächst im Frühbeet zügig weiter. In einigen Wochen ist er erntereif. Bereits verblühte Zwiebelblumen schiessen nun kräftig ins Kraut. Über die Blätter füllen sie die Nährstoffe für den nächsten Flor auf. Dieser Vorgang ist erst abgeschlossen, wenn die Pflanzenreste gelb werden. Stiefmütterchen, Gartenbürstli und die wilden Primeli sind im Frühling das A und O in jeder Hausrabatte und Anlage. Wärme, Frost, Schnee und Regen machen ihnen nichts aus. Mehrfarbige Stiefmütterchen sind der Hit und die neuen Sorten mit den Fratzen einfach umwerfend. Feuchtes Wetter ist Schneckenzeit. Gegenwärtig geniessen sie mit Vorliebe die zarten Stauden-Austriebe. An den Ausfällen sind meistens die schleimigen Viecher im Vorfrühling schuld und nicht eine schlechte Überwinterung. Die natürlichste Abwehr ist das Ablesen in der Dämmerung. Bei der Gartenarbeit ist man nie allein. Im und über dem Boden gibt es Begegnungen mit unzähligen Tieren. Übrigens: Die Sternmagnolie an der Bahnhofstrasse blüht wieder. Das immergrüne Efeu